NABU-Gruppe zu Besuch bei den letzten Rittern Niedersachsens

NABU-Gruppen zu Besuch bei den letzten Rittern Niedersachsens (Foto: Silke Brodersen)
Langenhagen: NIL im Wasserturm |

Einen ganz besonderen Nachmittag konnten die NAJUs und die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe außerhalb des normalen Programmes zu Gast beim NVL am Wasserturm erleben. Das von BINGO unterstützte Projekt „Edelkrebse - die letzten Ritter Niedersachsens“ wurde von Fachleuten des Fachbereichs Fischerei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vorgestellt. Christine Hiegel und Volkmar Hinz begeisterten die Kleinen und Großen gleichermaßen mit ihrem Fachwissen und dem selbstverständlichen Umgang mit diesen seltenen Tieren.


Von den Flusskrebsen war ursprünglich nur der Edelkrebs heimisch und auch häufige Speise in Norddeutschland. Durch eingeschleppte amerikanische Flusskrebse wurde eine Pilzkrankheit, die Krebspest, eingeschleppt, die ab 1860 zum fast völligen Aussterben dieser Art führte. Diese jetzt selten gewordenen Edelkrebse werden nun mit Aufzuchtprogrammen gefördert.

Fasziniert untersuchte die Gruppe die mitgebrachten Edelkrebse und Signalkrebse. Hiegel erklärte den Kindern: „Hinter den Scheren könnt ihr die Tiere gefahrlos greifen, manchmal versuchen sie aber durch Rückstoß zu fliehen. Das spritzt dann ein bisschen.“ Beherzt probierten selbst die Kleinsten diesen Griff und bald wurden alle Krebse gewogen, vermessen und das Geschlecht bestimmt. „Oh ich habe ein Männchen, der hat ja Griffel unter dem Bauch“, meinte Rick während Antonia „oh wie süß“ beobachtete, wie die jungen Krebse unter den Panzer der Mutter schlüpften.
Anschließend führte Volkmar Hinz die Gruppe nach draußen und die Kinder bekamen noch die Möglichkeit, ein kleines Krebsbiotop selbst zu gestalten. In den bereitgestellten Aquarien wurden fleißig Unterschlüpfe gebaut und liebevoll mit Wasserpflanzen dekoriert. Gespannt warteten die Kinder auf das Verhalten der Krebse. „Der kriecht rückwärts in den Topf“, stellte Dorothee fest, und auch der zweite Krebs suchte sich gleich einen Unterschlupf. Einige Krebse bekamen sofort Namen. So ging der Nachmittag mit „Herbert“, „Ursula“ und „Karl Heinz“ bald zu Ende und die Kinder und die Betreuerinnen Christine und Silke waren gleichermaßen begeistert von dieser Aktion. Danke für dieses Erlebnis!





(Fotos und Text: Silke Brodersen)
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3 Kommentare
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Gaby Floer aus Garbsen | 04.06.2015 | 07:56  
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Werner Szramka aus Lehrte | 04.06.2015 | 16:10  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 04.06.2015 | 21:04  
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