Erfolg im Fledermausschutz - Erstnachweis eines Mausohrs (Myotis myotis) in Langenhagen

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Ein weibliches Mausohr (Myotis myotis) rastet neben zwei Abendseglern in einem Fledermauskasten im Stadtwald Langenhagen (Foto: Ricky Stankewitz)

Gute Nachrichten im Fledermausschutz für Langenhagen konnte jetzt der Naturschutzbeauftragte für Langenhagen und gleichzeitig Vorsitzender des NABU Langenhagen, Ricky Stankewitz vermelden. Er konnte in einem Fledermauskasten im Stadtwald ein Mausohr (Myotis myotis) nachweisen. Der Kasten war vor einiger Zeit im Rahmen eines mit der Naturkundlichen Vereinigung (NVL) und Naturschutzbund (NABU) betriebenen Nistkastenprojektes angebracht worden. Das Mausohr (ein weibliches Tier) saß vergesellschaftet mit zwei Abendseglern in einem Spaltenkasten. Die Anfrage bei der unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover, sowie beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ergab, dass dieser Fund der Erstnachweis eines Mausohrs für Langenhagen ist.

Der Stadtwald entspricht exakt den Lebensraumansprüchen dieser in Niedersachsen als „stark gefährdet“ eingestuften Fledermausart. Vom Mausohr ist bekannt, dass es nur sehr kurze Strecken (zwischen 50 und 100 km im Schnitt) zwischen Sommer und Winterquartier zieht. Dass bedeutet, dass dieses Mausohr vermutlich auf dem Durchzug ist und in Langenhagen gerastet hat. Bei geeigneten Lebensraumbedingungen besteht aber die Möglichkeit, dass sich die Art hier wieder ansiedelt. „Was in Langenhagen fehlt, sind geeignete Wochenstubenquartiere in Dachbauten für den Sommer. Geeignet wären dafür das Dach der kleinen Kapelle im Eichenpark, das Dach der Elisabethkirche, das Dach der VHS im Eichenpark, gegebenfalls auch der Wasserturm, wobei der hier brütende Waldkauz und Turmfalke sicherlich limitierend wirken dürfte, sowie Dächer von Scheunen, sofern sie nicht zu zugig sind. Es wäre großartig, wenn sich die Elisabethgemeinde und die Stadt Langenhagen bereit erklären würden, die Dachgeschosse der entsprechenden Gebäude so herzurichten, dass sie als Quartier für Fledermäuse geeignet sind“, berichtet Stankewitz weiter. „Der Mausohrnachweis ist ein toller Erfolg für das Nistkastenprojekt der in Langenhagen aktiven Naturschutzvereine, denn ohne die Möglichkeit im Kastenquartier zu rasten, wäre das Tier hier nicht zu finden gewesen. Ich danke den Aktiven von NVL und NABU für die Unterstützung, ohne die praktischer Naturschutz in Langenhagen unmöglich wäre! Ein besonderer Dank auch an Horst Wiechers, der bei meinem "Überfall" am 27. September sofort bereit war mich bei der Bestimmung der Art zu unterstützen“, so Stankewitz abschließend.


(Text und Bild: Ricky Stankewitz)
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3 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 08.10.2014 | 23:16  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 09.10.2014 | 21:08  
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Gaby Floer aus Garbsen | 10.10.2014 | 07:36  
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