Bingo-Umweltstiftung fördert Acker-Renaturierung in Langenhagen

Geschafft - alle 1.000 Heckenpflanzen sind gesetzt (Pflanzaktion des NABU in der Wietzaue) (Foto: www.Hügel-und-Gohlke.de)
 
Die fleißigen Helfer des NABU Langenhagen setzten beim ersten Pflanztermin 350 Heckenrosen (Foto: Ricky Stankewitz)
Langenhagen: Lebendige Wietzeaue |

Der NABU Langenhagen kann mit großzügiger Unterstützung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung rechnen, um einen ehemaligen Acker zu renaturieren. Sie stellt 38 800 Euro zur Verfügung, damit die 1,3 Hektar große Fläche so bearbeitet werden kann, dass sie dem Arten- und Naturschutz dient. Das Gelände trägt als Teil des Projekts „Lebendige Wietzeaue“ zur Vernetzung der Lebensräume nördlich von Langenhagen bei.

Damit das gelingt, waren umfangreiche Arbeiten erforderlich. So wurde unter anderem der Mutterboden abgetragen und auf einen nördlich an den Rodelberg angrenzenden Acker verteilt. Auf Teilen des Grundstückes werden standortgerechte Gräser und Kräuter angelegt. 20 Prozent der Fläche bleiben einheimischen Arten überlassen, die sich auf natürliche Weise aussäen. Am Rand dienen Hecken und Wildobstbäume mit kleineren Lücken als Sicht- und Eindringschutz sowie als Nahrungsgrundlage für Insekten. Wegen des hohen Wildbestandes werden die Pflanzen zeitweise durch einen Wildschutzzaun geschützt. Ein 200 Quadratmeter großes Kleingewässer mit großem Flachwasser-Bereich bietet Kreuzkröten und Laubfröschen neue Territorien. Daneben werden Bodenbrüter wie Kiebitz, Schwarzkehlchen und Wiesenpieper sowie in den Hecken Neuntöter, Rebhuhn und weitere Kleinvögel erwartet.

„Wir erwarten eine Mischung von feuchtem Grünland im Umfeld des Kleingewässers und die Entwicklung von mesophilem (mäßig feuchtem) Grünland trockener Standorte auf der restlichen Fläche. Möglicherweise entwickelt sich auch Sandmagerrasen“, sagt Ricky Stankewitz vom NABU Langenhagen. „Die Maßnahme stärkt insbesondere den Arten- und Naturschutz, da sie viele ganzheitliche Komponenten miteinander verbindet“, begründet Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die Förderung.

Abschließend noch ein paar beeindruckende Zahlen zum finanziellen Volumen des Projektes:
Insgesamt wird das Projekt etwas mehr als 100.000,- Euro (Flächenkauf und Maßnahmen) nach Umsetzung gekostet haben. Der Förderanteil beträgt dabei mehr als 84.000,- Euro, was verdeutlicht, dass für den NABU Langenhagen die Umsetzung eines solchen Projektes nur dank der finanziellen Unterstützung der Niedersächsichen Bingo-Umweltstiftung, der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover und der DHL Freight GmbH – Euronet Hannover möglich ist. Der Eigenanteil von knapp 16.000 Euro entspricht der umgerechneten ehrenamtlich erbrachten Arbeitsleistung (knapp 12.000,- Euro für rund 650 Std.) sowie einem baren Anteil von gut 4.000 Euro, den wir dank der Unterstützung unserer Mitglieder tragen können. Dafür möchte sich der Vorsitzende des NABU Langenhagen an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter www.bingo-umweltstiftung.de.






(Text: Ricky Stankewitz)


Am Samstag, den 19.12.2015 wurden zwischen 10:00 Uhr und 15:30 Uhr weitere 650 Heckenpflanzen gesetzt. Herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer!

Bilder zum Einsatz finden Sie in der Bildergalerie.
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2 Kommentare
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Arnim Wegner aus Langenhagen | 17.12.2015 | 21:14  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 18.12.2015 | 07:31  
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