Auf der Spur von Waldohreule und Uhu - Rudi Rotbein Gruppe erforscht das Leben von Eulen und Käuzen

Die Rudi Rotbein Gruppe lernt das Leben der Eulen und Käuze kennen (Foto: Silke Brodersen)
Langenhagen: NIL im Wasserturm |

Rund um unsere in Deutschland heimischen Eulen ging es beim letzten Treffen der Rudi Rotbein Gruppe im NIL im Wasserturm. Christine Pracht und Silke Brodersen hatten wieder einiges Material zusammengetragen, um den Kindern diese interessanten Tiere näher zu bringen.

Der ausgestopfte Uhu mit seinen kräftigen Krallen war beeindruckend und Arne wusste zu berichten: „Der Uhu fängt sogar ausgewachsene Hasen.“ Dass die Eulen dämmerungs- bis nachtaktiv sind, dass sie krumme Schnäbel haben, sehr gut hören, fast lautlos fliegen können und am liebsten Mäuse, aber auch Insekten und Frösche fressen, haben die Kinder sich gegenseitig erzählt. Nebenbei wurden die Schleiereule mit dem schön gefärbten Gesicht betrachtet, der kleine Steinkauz, der Waldkauz und die Waldohreule, deren Öhrchen gar nicht wirklich die Ohren sind, sondern Federpuschel. Christine erzählte: „Junge Waldkäuze haben wir hier am Wasserturm auch schon gesehen.“ Auch, dass sich Waldohreulen im Winter zu Gruppen zusammenschließen, konnte man in Christines Wohnort Engelbostel schon beobachten.

In dem folgenden praktischen Teil durften die Kinder mit Hilfe von Pinzetten Gewölle auseinander nehmen. Da diese „nur“ ausgewürgt sind, hatten die kleinen Forscher auch keine Scheu, die Knöchelchen zu sortieren. „Oh ich habe ein Stück vom Schädel, ...einen Wirbel, … einen Beinknochen“, kam es bald von allen Seiten. Und während eifrig gearbeitet wurde, erzählte Silke noch, dass die Eulen ihren Kopf so weit drehen können, weil sie viel mehr Halswirbel haben als Menschen, nämlich 14 und nicht nur 7 und außerdem klemmen sie sich dabei nicht die Hauptschlagader ab. „Sonst würden sie ja gleich vom Baum fallen, wenn sie den Kopf drehen“, stellte Kirsa prompt fest.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf den Schutz der Eulen gelegt. So sind abwechslungsreiche, ungespritzte Landschaftsstrukturen mit Wiesen und lockerem Baumbestand genauso wichtig wie Gebäude und Nisthilfen, die als Brutstätten dienen. Zum Schluss bekam noch jedes Kind ein ausführliches Arbeitsheft geschenkt, das auch noch später an diesen Nachmittag der Eulen erinnert.




(Text und Fotos: Silke Brodersen)
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2 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 08.02.2016 | 18:41  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 15.02.2016 | 00:19  
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