Auf den Spuren von "Zorro" im Stadtwald

Der NABU Langenhagen führte zu den Spechten im Stadtwald (Foto: Katja Woidtke)
Langenhagen: Stadtwald |

"Hähähähähähähä" tönt es keckernd durch den Stadtwald Langenhagen. "Da ist er wieder!" macht Gunter Halle vom NABU Langenhagen die Teilnehmer der ausgebuchten Spechtwanderung auf den Ruf des Grünspechtes aufmerksam. Doch so genau auch alle schauen, vom "Vogel des Jahres 2014" ist nichts zu sehen - in den Bäumen nicht und auch nicht am Boden, wo der zu den Erdspechten gehörende Vogel eigentlich viel öfter anzutreffen ist. Dort ist er stets auf der Suche nach Ameisen, die zu seiner Hauptnahrungsquelle gehören. Doch an diesem Nachmittag scheint sich der Specht mit den Teilnehmern des Spaziergangs einen Spaß zu machen. Immer wieder ist sein lachender Ruf zu hören, blicken lässt sich der hübsche Vogel mit der Gesichtsmaske jedoch nicht.


Diese Maske hat ihm übrigens seinen Beinamen "Zorro" eingebracht. Gunter Halle hat noch weitere interessante Informationen zu den Spechten im Langenhagener Stadtwald für die Teilnehmer parat. Er stellt zu Beginn des Spazierganges die verschiedenen hier lebenden Spechtarten kurz vor, zeigt Bäume mit typischen Spechtlöchern und erklärt, dass Spechte eigene Klopfbäume haben, die sie wegen der guten Resonanz zum Abstecken ihres Revieres nutzen. "Beliebt dafür sind auch Regenrinnen. Die hallen so schön nach" schmunzelt Gunter Halle.

Im Langenhagener Stadtwald hat nicht nur der Grünspecht sein Revier. Und so kann die naturbegeisterte Gruppe einen Blick auf einen Schwarzspecht und einen Mittelspecht erhaschen sowie einen Buntspecht an der Spechtschmiede beobachten. Aufgeregt recken sich die Köpfe der Teilnehmer in die Höhe. Ferngläser werden an die Augen gesetzt und dann ist der Buntspecht in einer Astgabel zu sehen. Er fliegt immer wieder mit Futter an diese Stelle, um es dort einzuklemmen und anschließend mit seinem Schnabel zu bearbeiten. "Diese Schmieden sind typisch für Spechte, die vorhandene Ritzen intelligent nutzen, um leichter ihr Futter zu knacken" erklärt Halle. Die blauen Spechte, die immer wieder an den Bäumen zu sehen sind, sind übrigens keine Schluckspechte, sondern Markierungen für die Stadtverwaltung Langenhagen. Bäume, die eine Spechthöhle aufweisen, wurden mit dem blauen Symbol als Biotop-Bäume markiert, werden bei einer nötigen Wegesicherungs-Maßnahme im Bereich der Krone geköpft und bleiben so als Lebensraum für Spechte und andere Höhlenbrüter erhalten.

Haben Sie Lust, Langenhagens Natur näher kennenzulernen? Dann schauen Sie unter http://www.nabu-langenhagen.de/termine.htm in den Veranstaltungskalender des NABU Langenhagen und begleiten uns auf einer unserer Veranstaltungen. Wir freuen uns auf Sie!
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4 Kommentare
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Shima Mahi aus Langenhagen | 12.03.2014 | 22:55  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 13.03.2014 | 07:36  
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 14.03.2014 | 19:43  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 14.03.2014 | 20:55  
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