AHA - wieder mal was Neues

Unser kleines Paradies
 
der eine Nachbar,...
Was gibt es Schöneres als einen schönen gepflegten Garten. Ich liebe unseren Garten und sogar die Gartenarbeit. Beim Anlegen des Gartens hatten wir Glück und eine Gartenbaustudentin hat uns Tipps gegeben. Ein kleiner Teich mit Bachlauf und Sumpfzone, heimische Stauden – zu jeder Jahreszeit blüht es an einer anderen Stelle in einer anderen Farbe. Um den Teich finden sich viele Vögel zum Trinken und Baden ein. Ein kleines Paradies.
Aber auch ein Paradies macht Arbeit. Um alles zu schaffen und zu genießen macht man sich die Arbeit so leicht wie möglich. Ein Anhänger steht in der Garage und kann mit dem Grünschnitt aus dem Garten beladen werden. Zu jeder Jahreszeit gibt es etwas zu tun und es fällt genügend Laub und Grünschnitt an. Die Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden (natürlich außerhalb der Brutzeit), der Rasen gemäht, Laub geharkt und immer mal wieder etwas geschnitten werden. Gerade im Herbst gibt es bei Stauden viel zu schneiden und natürlich zu entsorgen.
Als verantwortungsvoller Bürger achtet man natürlich genau darauf, dass nur Grünschnitt auf dem Hänger landet.
In den letzten Jahren wird einem aber der Garten und der Spaß an der Gartenarbeit immer schwerer gemacht. Angefangen hat es damit, dass der Rasenschnitt nicht mehr zu den Grüngutannahmestelle gebracht werden darf. Okay, kommt der Rasenschnitt also in die „Gartentönnchen“ und wird dann auf der Deponie entsorgt. Der Weg ist weiter als zum Grünschnittplatz und muss mit dem Auto zurückgelegt werden. Nicht wirklich ökologisch auch wenn man ein kleines sparsames Auto fährt und nur geringen Mengen Abgase entstehen. Aber das muss wohl sein. Leider haben die Hersteller von Rasenmähern noch keine Halterung für die Säcke erfunden, das wäre doch toll, wenn man gleich den Sack an den Mäher hängen könnte und Schwups ist der Rasenschnitt im Sack. Gibt es aber nicht, oder haben wir nicht. Also muss alles noch vom Aufnahmebehälter am Rasenmäher in den Sack umgefüllt werden. Das ist mir zu umständlich, also ins Tönnchen. Hat auch noch einen ökologischen Hintergrund, werden wir nicht immer dazu ermuntert möglichst wenig Plastikmüll zu produzieren und auf Verpackungen zu verzichten. Ich finde die Idee toll unsere Meere sind genug mit Plastik belastet. Also nicht auch noch den Rasenschnitt in Plastiksäcke tun.
Das gilt übrigens auch für den Grünschnitt, wenngleich das ungleich schwieriger ist. Wie soll man auch im Herbst den Rückschnitt der Stauden und Gräser in die Säcke bekommen?
Ja früher, … da war das alles ganz einfach. Kurze Wege zum Grünschnittplatz und flexible Zeiten für die Abgabe. Welcher Garten und welches Wetter halten sich schon an Öffnungszeiten. Jetzt muss es bitte dienstags und freitags trocken sein für die Gartenarbeit, damit man den Grünschnitt am Mittwoch wegbringen kann. Aber wer hat schon mittwochs in der Zeit von 16 – 18 Uhr immer Zeit, oder am Samstag zwischen 9 und 12 Uhr.
Ja viele werden jetzt sagen, dass muss nicht sein man kann doch zum Betriebshof fahren. Ja richtig, aber wenn man nicht mehr die Jüngste ist und der Rücken schon ein wenig zwickt ist es schon sehr beschwerlich den Grünschnitt in den Säcken die Treppe hochzutragen.
Da war es doch ganz prima die rückwärtige Klappe aus dem Hänger zu nehmen und mit einer großen Forke alles rauszuziehen, zu heben oder zu fegen. Ging prima und auf der Deponie in Lahe sogar bis auf Sonntags täglich und zu vernünftigen Öffnungszeiten.
Nun ist das aber auch vorbei, ich habe heute erfahren, dass man auf der Deponie nur noch an den Containern abladen darf. Möchte man es Rückenschonend, muss man je nach Menge zwischen 9 bis 15 Euro bezahlen, dann darf man auf die Deponie fahren.
Nun also mit der Forke den Grünschnitt aus dem Hänger laden und mühevoll die Treppe hochlaufen und in den Container schmeißen. Rückengerecht ist das nicht und auch nicht ungefährlich, wenn man mit Grünschnitt und Forke die Treppe hoch muss. Am heutigen Montag war nun nicht viel los auf dem Wertstoffhof in Lahe und trotzdem standen die Autos kreuz und quer in 2 Reihen vor den Grünschnittcontainern. Der Spaß ist mir aber spätestens dann vergangen als ein anderer „Anlieferer“ mit Forke seinen abgeschnittenen Efeu aus der 2. Reihe richtig Container trug und dabei quer über mein Auto. Das geht gar nicht!
Stellt sich die Frage, ob AHA hier wirklich auf den großen Ansturm an den Wochenenden gerüstet ist. Wer hat sich den Quatsch eigentlich ausgedacht?
Bisher habe ich nicht verstanden warum unsere Nachbarn ihre bis dahin schönen dicht bewachsenen Gärten gerodet haben. Der Neueste Trend schein zu sein, dass man seinen Garten pflastert und die Beete mit Kieselsteinen bedeckt.
Es sieht ganz furchtbar aus, aber so hat man am wenigsten Probleme mit der Entsorgung von Grünschnitt. Nur ein bisschen Rasenschnitt für den Sack und ansonsten alles ganz einfach und pflegeleicht. Aber wer fühlt sich in so einem Garten wohl –wir nicht. Ganz davon abgesehen, dass Büsche und Bäume auch ein natürlicher Lärmschutz gegen Autobahn und Flughafen waren.
Und was wird aus den Vögeln, Igeln, Bienchen und dem ganzen anderen Getier?
Das ist dann wohl ein Kollateralschaden.
Ich werde nun wohl meinen Grünschnitt umständlich Treppen hochschleppen müssen und ein paar weitere „Tönnchen“ für Grünschnitt kaufen müssen.
Aber vielleicht hat AHA ja auch ein Einsehen und es wird alles wieder besser, wie früher halt. Ein Traum? Positiv denken, es kann ja nur besser werden und wir werden uns nicht aus unserem Paradies vertreiben lassen – schon gar nicht von unsinnigen Maßnahmen der Fa. AHA.
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2 Kommentare
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 21.03.2016 | 20:13  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.03.2016 | 20:58  
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