Oberharzer Wasserregal von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt
Die UNESCO hat das Oberharzer Wasserregal zum Weltkulturerbe erklärt. Das Oberharzer Wasserregal ist ein von den Bergleuten angelegtes System aus Gräben und Teichen zur Wasserversorgung und -entsorgung der Gruben im Harz. In der Grube Samson in St. Andreasberg, die ebenfalls seit einiger Zeit zum Weltkulturerbe gehört, können Sie ein funktionierendes Kehrrad besichtigen, das mit Hilfe des zugeleiteten Wassers angetrieben wurde. Mit dieser Wasserkraft wurde u.a. in die Gruben eindringendes Wasser nach oben befördert, was für die Bergleute eine enorme Erleichterung war.
Unter dem Begriff "Wasserregal" stellt man sich sicher erst einmal etwas vollkommen anderes vor als die wirkliche Bedeutung. "Wasserregal" heißt in diesem Falle, dass die Bergleute das königliche Recht besaßen, das Wasser für ihre Zwecke zu benutzen. Im Harz stehen also keine riesigen Regale, die mit Wasserflaschen oder Gläsern gefüllt sind. Heute hat dieses Recht keine Bedeutung mehr im Harz. In Bad Grund wurde Anfang der 80er Jahre die letzte Grubentätigkeit eingestellt. Das Wasserregal wird aber auch heute noch für Stromerzeugung (u.a. in St. Andreasberg) genutzt. Außerdem werden einige der Stauteiche zum Angeln oder Baden genutzt. Auch für Wanderer ist das Oberharzer Wasserregal ein lohnendes Ziel. Überall im Harz finden sich Gräben oder Teiche, zu denen sich eine Wanderung lohnt. Die UNESCO hat mit der Ernennung des Oberharzer Wasserregals zum Weltkulturerbe dazu beigetragen, dass diese schon seit Jahren unter Denkmalschutz stehende Ingenieursleistung der Harzer Bergleute bekannter und weiter geschützt wird.
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