MCL beim Rosenmontagsumzug in Köln - ein Tagebuch

 
03:55 Uhr Geburtstagswünsche für den Pressewart und Schatzmeister Rainer Walter
 
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03:55 Uhr Das Geburtstagskind

Köln: Heumarkt | Die Einladung der „Kölsche Grielächer“ wurde schon im letzten Jahr zum Karneval ausgesprochen und im August 2009 dann formell zugeschickt.

In den nächsten Wochen/Monaten danach erfolgte die Information der MCL-Mitglieder. Leider bestehen die Kölner Karnevalsgesellschaten auf dem Mindestalter von 14 Jahren, so dass die „Kleinen“ nicht mitkommen dürfen und damit auch nicht genug Cheerleader da sind.

Von jedem Teilnehmer selbst ist nun entsprechender Urlaub für Rosenmontag zu organisieren, für Schüler muss ein Freistellungsantrag gestellt werden.

In den Trainingstagen wurde geklärt, welche Musik gespielt werden soll und dieses Repertoire wird gezielt trainiert.

Die Kostümierung wird gestellt, aber welche und sind auch genug vorhanden ?

Die Reise muss organisiert werden, der bereits MCL-erprobte Busfahrer Sven hat Zeit und fährt, weist aber auf die Besonderheiten der Lenk- und Ruhezeiten hin. Daran hat ja überhaupt keiner gedacht !“ Alternative wäre ein zweiter Fahrer.

Im Januar kommt die Information, dass MCL in der 3. Gruppe ist ist und spätestens um 08:30 Uhr bei dem Gastgeber sein soll. Ergänzende Einladung der Kölner: MCL soll auch noch im Festzelt spielen.

Kostüme werden im Januar aus Köln geschickt, leider nicht genug. Klärung: MCL bekommt vor Ort andere Kostüme.

Klärung mit Busfahrer wegen der Lenkzeiten - Abfahrt muss daher um 04:15 erfolgen.

Letzte Anweisungen vor Karnevalswochenende. Kleiderordnung, genug Verpflegung für unterwegs mitnehmen. Pünktlich um 04:15 Uhr am Treffpunkt sein.

Der 2. Vorsitzende Horst Neure fährt bereits Weiberfastnacht nach Köln, um letzte Details (z.B. Kostüme) vor Ort zu klären.

Tag vor Rosenmontag (Rückfahrt vom Braunschweiger Karneval): Aufgrund Wetterlage wird Abfahrt sicherheitshalber auf 04:00 Uhr verlegt. Organisation der Mitfahrgelegenheiten zum Treffpunkt. Erlösende Nachricht: Im Bus gibt es Kaffee.

Der Rosenmontag:
02:30 Uhr: Die Ersten müssen aufstehen
03:15 Uhr Die Ersten fahren los, um andere Teilnehmer abzuholen
03:45 Uhr Abholen der vorbestellten Brötchen - direkt aus der Backstube
03:59 Uhr Alle Teilnehmer sind körperlich da.
04:00 Uhr Der Bus fährt los
04:15 Uhr Erste Rast in Garbsen- Zusteigen der weiteren Teilnehmer
04:30 Uhr Kaffeduft macht sich im Bus bemerkbar. Kaffee ist fertig !
06:30 Uhr Rast in Hamm – Die Bordtoilette ist wegen des Frostes außer Betrieb
07:45 Uhr Gratulation an die Geburtstagskinder Uwe Schäfer und Rainer Walter
08:05 Ankunft beim vereinbarten Treffpunkt in Köln – es schneit.
08:15 Die „Vorhut“ Horst Neure wartet bereits mit den Kostümen. Anprobe und Einkleiden folgt nun.
08:40 Fertigmachen zum obligatorischen Gruppenfoto, einmal Warmspielen und dann nochmal ins Warme und zur Toilette.
09:00 Begrüßung durch die Gastgeber „Kölsche Grielächer“ und Überreichung der Karnevalsorden sowie Verleihung der MCL-Nadel
09:20 Uhr Abmarsch. Erstes Ziel: Der Ehrenvorsitzende der Kölsche Grielächer wird abgeholt.
10:00 Uhr Der Aufstellplatz in der Gruppe 3 ist erreicht. Wer nun noch mal muss, hat hier für die nächsten Stunden seine letzte Chance. Die Aufregung bei den MCLern steigt langsam. Wann geht es denn los, war (wie so oft) die häufigste Frage ? Die Frage, wo denn genau die Fernsehkameras stehen, konnte trotz weitgehender Befragung auch durch die Zugordner nicht vollständig beantwortet werden. (Letztlich gab es nur eine WDR-Station etwa 200m nach Start). Glücklicherweise schneit es nicht mehr und die Straßen scheinen nicht sehr rutschig zu sein.

11:00 Uhr Die Wagen vor dem MCL rücken vor – es geht los – Kölle Alaaf ! . 7 km Strecke liegen nun vor dem MCL. Geschätzte Zeit etwa 4 Stunden.

Tausende fröhlicher Menschen säumten die Straßen. Geschätzte 90% der Zuschauer waren kostümiert und geschminkt. Immer wieder sind die tollsten (manchmal auch ganz schreckliche)Verkleidungen anzusehen. Die Kreativität der Menschen ist schon bemerkenswert. Dieses gilt auch dafür, wie man am Besten die Kamelle fängt. Der Regenschirm (natürlich umgedreht) und der aufgehaltene Hut sind ja schon Klassiker. Angeln mit Körben dran werden auch immer mehr, aber selbst weit aufgespannte Fischernetze waren zu sehen. Über zu wenig Kamelle konnten sich die Zuschauer nicht beschweren. Es gab reichlich und viel lag noch auf den Straßen, manchmal auch für MCL-Spieler nicht ganz einfach, Musik zu machen, marschieren und dann noch aufpassen, dass man nicht über eine Tafel Schokolade stolpert.

13:00 Uhr In der Ferne kann man den Dom schon sehen. Die Füße sind schon ein wenig träger. Kälte spürt keiner, die Sonne lässt sich kurz blicken.
Viele prominente Menschen waren sicher unter den Zuschauern, einige davon sind von den MCL-Spielern erkannt worden und jedesmal ging ein Raunen durch die Gruppe: „Hast Du den gesehen ?“. Erkannt wurden Dirk Bach, Franklin, Guido Kranz, De Höhner und Helmut Markwort. Wer den MCL erkannt hat, ist hier nicht überliefert.
Auch wenn die Füße müder und so mancher Rücken derbe schmerzte, das Publikum treibte die Gruppe nach vorne und gab immer wieder den notwendigen Motivationskick.

14:30 Uhr Das Schild „Werfen einstellen“ ist zu sehen. Gleich ist es vorbei.

14:52 Uhr Warten auf die U-Bahn – Der Bus bzw. der Busfahrer darf noch nicht wieder fahren (Lenkzeitverordnung !), also Öffis.
14:53 Uhr Einstieg in die U-Bahn in Richtung Festhalle, dort steht auch der MCL-Bus.
15:25 Uhr Ankunft bei dem MCL-Bus. Einsteigen, hinsetzen und Durchatmen. Einfach Ausruhen, etwas Trinken, Essen und kurz dösen.

17:10 Uhr Fertigmachen zum nächsten Auftritt. Das Festzelt entpuppte sich als Festhalle mit einer Größe von 5.000 qm und nennt sich „Kölschfest“.

17:30 Uhr Einmarsch des MCL in die Festhalle, Ankündigung des Moderators, dem erklärt werden musste dass Langenforth zu Langenhagen gehört und in der Nähe von Hannover liegt.

17:35 Uhr „Bühne frei für das Musikcorps Langenforth aus der Nähe von Hannover !“
Die Halle fasst rd. 5.000 Gäste. So voll war es leider (oder glücklicherweise) nicht, schätzungsweise 2.000 Zuschauer waren zu dieser Zeit wohl da. Die Stimmung war jedoch riesig, vergleichbar mit Schützenfestauftritten nur größer und irgendwie doch besser. Nach 3 Stücken verabschiedete sich der MCL wieder und verbrachte die Instrumente im Bus.

18:00 Uhr Die MCL-Jugend chillt im Bus, die Erwachsenen gönnen sich das erste Kölsch des Tages. „Es ist manchmal schon nicht so einfach, wenn man unterwegs ein Bier angeboten bekommt, dieses aber nicht annimmt“, sagte ein MCL-Teilnehmer und bekam aus der Gruppe auch Unterstützung, „dennoch finde ich es absolut richtig, dass wir uns selbst verpflichtet haben, vor und während Auftritten keinen Alkohol zu uns zu nehmen“, ergänzte eine MCL-Trompeterin.

19:00 Uhr Unglaublich: Auf der Bühne, auf der gerade der MCL gespielt hat, spielt nun „Olaf Henning“. Man kann auch sagen, Olaf Henning folgt dem MCL auf die Bühne und singt dort live „Cowboy und Indianer“

19:30 Uhr Die Party ist zu Ende – Rückweg zum Bus

19:40 Uhr Der Bus setzt sich in Bewegung. Ein langer anstrengender aber doch lustiger und beeindruckender Tag geht Zu Ende.

00:02 Ankunft in Langenhagen. Bus aus- und aufräumen, Instrumente wegpacken und Sicherstellen, dass alle gut nach Hause kommen.

Hier nun auch noch der Link zu der WDR-Aufzeichnung:

http://www.youtube.com/watch?v=nfU4sMej_Tc

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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Nordhannoversche Zeitung | Erschienen am 17.02.2010
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Gunhild Klingenberg aus Lehrte am 16.02.2010 um 19:41 Uhr  
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