Andreas Kramer: „Metamorphosen“ - Ausstellung in der Galerie Depelmann
Langenhagen: Galerie Depelmann | 6. März – 12. Juni 2011, Eröffnung: 6. März, 11 Uhr
Andreas Kramers Gemälde und Holzschnitte entstehen aus expressiven Farben und symbolhaften Formen. Farbschichten überlagern sich und formen sich zu organischen Figuren, die oft zeichenhaften Gebilden gegenübergestellt werden. In Kramers Malerei kommt dem Zusammenspiel von einfarbigen Flächen und „chaotischen“ Feldern aus gestischem Pinselauftrag eine zentrale Rolle zu.
Der Begriff der „Metamorphose“ zieht sich bereits seit vielen Jahren durch Kramers Werk. Er steht für den Entstehungsprozess, beim dem das Bild durch die Überlagerung von Farbflächen diverse Verwandlungen erfährt, gilt dem Künstler aber auch als gedankliches Lebens-Prinzip, das aus dem bewusst erzeugten Chaos immer wieder Neues entstehen lässt.
„Meine Bilder sind Ausdruck einer Sache nach dem Wesentlichen und Existenziellen, nach ‚Lebens-Zeichen’. Formen und Farben entstehen im Arbeitsprozess aus der Symbiose von Intuition und Gedanken“, erklärt der Maler. Dazu kommt der musikalisch-tänzerisch anmutenden Umgang mit Pinsel oder Spachtel. Kramer experimentiert mit Linien, Bedeutungen, Symbolen, wobei oft philosophische Titel den Weg zu einer möglichen Interpretation weisen. Starke Kontraste zeigen sich bei den häufig von Blautönen dominierten und fein nuancierten Farbräumen, die aus wechselnd stark deckenden Farbschichten und Lasuren entstehen. Unruhige, häufig kaum definierbare einzelne Bildelemente sind in die Harmonie des Gesamteindrucks seiner Arbeiten eingebettet. Viele von Kramers Kompositionen sind zudem symmetrisch aufgebaut, wobei silhouettenhafte, abstrahierte Figuren als stilisierte Torsi auf altgriechische Vorbilder verweisen.
Der Maler, Grafiker und Zeichner arbeitet in verschiedenen Techniken wie Acryl- und Ölmalerei, Farbholzschnitt, Aquarell und Zeichnung. Die unterschiedlichen Arbeitsweisen befruchten sich gegenseitig, die Motive entwickeln sich weiter. In der Ausstellung sind vorrangig Arbeiten in Ölmalerei zu sehen.
Andreas Kramer (*1959 in Katzhütte/Thüringen), hat in Halle/Saale an der Hochschule für Kunst und Design / Burg Giebichenstein Malerei und Grafik studiert und erhielt nach der Wende durch ein Italien-Stipendium die Gelegenheit, sich dort künstlerisch neu zu orientieren. Seit 1988 stellt er regelmäßig in Italien und Deutschland aus. Kramer arbeitet als Dozent u.a. am Centro della Grafica in Venedig, der Universität Osnabrück und an der Thüringischen Sommerakademie sowie als Workshop-Leiter.
Ausstellungsort: Galerie Depelmann, Walsroder Str. 305, Langenhagen
Öffnungszeiten: Montag – Samstag 10.00 – 18.30 Uhr


Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .