Kampfmittelräumdienst muss am Freitag Bombe entschärfen

Der von der Evakuierung betroffene Bereich. Grafik: Stadt Langenhagen

Langenhagen: Schulenburg | Schulenburg/Engelbostel/Godshorn. Nein, das ist kein Aprilscherz – das Thema ist viel zu brisant, berichtet die Nordhannoversche Zeitung in ihrer Freitagsausgabe: Heute müssen etwa 2000 Menschen in Schulenburg und Teilen Engelbostels sowie des Gewerbegebiets Godshorn ab 16 Uhr für eine Bombenentschärfung ihre Wohnungen im Umkreis von 1000 Metern um den Fundort verlassen. Das teilte am Donnerstagabend die Langenhagener Stadtverwaltung mit. Die Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg seien bei der Auswertung von Luftbildaufnahmen entdeckt worden und müssen so schnell wie möglich unschädlich gemacht werden, sagte Stadtsprecher Roman Sickau mit.
Bei der Auswertung von Luftbildern hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) zwei deutliche Verdachtspunkte entdeckt, berichtete Stadtsprecher Roman Sickau am Donnerstagabend. Die Punkte seien dann näher begutachtet worden: Dabei stellte sich heraus, dass an einer Stelle mehrere Brandbomben der ungefährlicheren Art im Erdreich schlummerten, die sofort beseitigt wurden. Ein zweiter Verdachtspunkt entpuppte sich allerdings als Fliegerbombe, die auch nur in geringer Tiefe liegt und deshalb unverzüglich unschädlich gemacht werden muss, sagte Sickau. Am freitag ab 16 Uhr muss deshalb das Sperrgebiet geräumt werden, damit die Experten vom KBD ab 18 Uhr mit ihrer Arbeit beginnen können.
Falls der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nicht entschärft werden kann, soll er vor Ort gesprengt werden. Auch die Autobahn352 wird vorübergehend gesperrt, der Flugbetrieb auf der Südbahn unterbrochen. Zudem sind drei Buslinien betroffen.
Bereits ab 14.30 Uhr sollen die betroffenen 2025 Menschen per Lautsprecherdurchsagen informiert werden, kündigte Sickau an. Noch gestern Abend wurden in Engelbostel und Schulenburg Handzettel verteilt. Für die Zeit ab 16 Uhr hat die Stadt eine Sammelstelle in der Grundschule Engelbostel an der Straße Klusmooreingerichtet. Für den Personentransport stehen Feuerwehr und Johanniter ab 16 Uhr bereit. Weitere Informationen stellte die Stadt gestern Abend auf www.langenhagen.de im Internet bereit – vor allem, welche Straßenzüge betroffen sind. Das kostenlose Bürgertelefon (0800) 7307000) ist ab heute früh, 7 Uhr geschaltet.

Die betroffenen Straßen:  Alt Godshorn 138, 181-193,
Im Spann komplett,
Alte Landstraße komplett,
Im Winkel komplett,
Amtsweg komplett,
Kirchstraße von 7 bis Einmündung Alt Engelbostel,
Armslohweg komplett,
Kohnes Kamp komplett,
Bayernstraße von 38 bzw. 31 bis Einmündung Schwabenstraße,
Krummer Kamp komplett,
Bohlwiese komplett,
Kuhlmannskamp komplett,
Danziger Straße komplett,
Langenhagener Straße zwischen Kreuzung Hannoversche Straße bis Schwabenstraße,
Dorfstraße komplett,
Löwenberger Straße komplett,
Elbinger Straße komplett,
Munzelwiese komplett,
Erikastraße komplett,
Nürnberger Straße komplett,
Evers Kamp komplett,
Roter Weg komplett,
Fellwiesenweg komplett,
Schulstraße von 17 bzw. 18 bis Einmündung Hannoversche Straße,
Frankenring komplett,
Schwabenstraße komplett,
Hannoversche Straße Kreuzung Langenhagener Straße bis Krummer Kamp,
Stadtweg von 34 bzw. Tennishallen bis Einmündung Hannoversche Straße,
Heidestraße ungerade bis 5 und gerade bis Einmündung Fellwiesen,
Stettiner Straße komplett,
Teichweg komplett.

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2 Kommentare zum Beitrag
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Holger Finck aus Langenhagen am 31.03.2011 um 21:54 Uhr  
774
Sven Warnecke aus Burgwedel am 01.04.2011 um 12:00 Uhr  
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