Henry Dunant Geburtstagsfeier in der DRK Kita Eentje-Rummert
Langenhagen. Alles über „Henry“ wollten die Kinder des DRK-Kindergarten Eentje Rummert von der Ortsvereinsvorsitzenden des DRK wissen, und sie wurden nicht enttäuscht.
Über das aufregende und teilweise gar nicht glanzvolle Leben des Gründers des Roten Kreuzes konnte Gesine Saft anschaulich berichten. Wie der junge Henry Dunant von seinen sozial stark engagierten Eltern bis nach Marseille mitgenommen wird und dort die Einschiffung von Galeerensträflingen beobachtet. In jungen Jahren gründet er mit Freunden den ersten „Verein Christlicher Junger Männer“ in der Schweiz. Damit beginnt sein eigenes soziales Engagement.
Dann das Schlüsselerlebnis: 1859, auf einer Reise nach Italien, kommt er zufällig am Schlachtfeld von Solferino vorbei, wo sich Italiener, Österreicher und Franzosen im Kampf gegenüberstehen. Die schrecklichen Beobachtungen der grauenhaften Zustände in denen Tausende von Verletzten wegen unzureichender ärztlicher Hilfe sterben, lassen ihn nicht los. Er organisiert private Hilfe für die Verwundeten auf beiden Seiten und schreibt anschließend ein Buch über seine Erlebnisse. Damit interessiert er die Kaiser und Könige Europas. Auf einer diplomatischen Konferenz wird in Genf 1864 das Rote Kreuz gegründet. Es schreibt fest, dass mit dieser Genfer Konvention dem „Roten Kreuz“ im Kriegsfall neutraler Schutz durch die Kriegsparteien garantiert wird. Zusätzlich wird das Genfer Abkommen zur „Verbesserung des Loses der Verwundeten auf dem Feld“ unterzeichnet, das die Neutralität des Sanitäterverbandes festschreibt.
Aber ein missgünstiger Kollege und zeitweilig prekäre finanzielle Umstände rauben Dunant seinen guten Ruf. Er landet völlig veramt in Paris und London, wo er gezwungen ist, unter Brücken zu schlafen. Erst allmählich erinnert sich die Öffentlichkeit wieder an ihn. Er bekommt eine jährliche Rente von der Witwe des russischen Zaren und ein baden-württembergischer Journalist schreibt einen Bericht über ihn. 1901 wird ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Der Ärzteverband ernennt ihn zum Ehrendoktor der Medizin. 1910 stirbt Dunant in Heiden in der Schweiz.
Kita-Leiterin Manuela Huy und ihr Team hatten die Kinder bestens vorbereitet. Mit einer dicken Geburtstagskerze und einem Bild von Henry Dunant wurde anschließend bei einem leckeren Buffet noch kräftig gefeiert.


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