Bombe ist geplatzt - Am 30. Januar müssen Langenhagener Wohnungen verlassen
Langenhagen: Wiesenau | Geahnt haben es bereits einige in Langenhagen: die nächste Bombenräumung kommt bestimmt. Gleich Anfang des noch jungen Jahres sollten gefährliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Norden Hannovers im Brinker Hafen, hart an der Grenze zu Langenhagen, unschädlich gemacht werden.
Gestern Abend ist nun die sprichwörtliche Bombe geplatzt. Die Feuerwehr Hannover teilte mit, dass am Sonntag, 30. Januar, wohl an die 11500 Menschen im Norden Hannovers, vor allem aber Langenhagener ihre Wohnungen verlassen müssen. Zwischen 9 und 17 Uhr gilt es, sechs sogenannte Verdachtspunkte zu untersuchen und bei einem entsprechenden Fund die brisante Altlast unschädlich zu machen.
In dem Sicherheitsbereich rund um Langenhagens Ortsteil Wiesenau liegen nicht nur Gewerbebetriebe, sondern auch viele Wohnhäuser und auch mal wieder das Seniorenheim Bachstraße.
Die Feuerwehr Hannover kündigt an, dass Sammelstellen eingerichtet und kostenlose Bustransporte bereitgestellt werden sollen. Menschen mit Gehbehinderungen können nach Feuerwehrangaben unter der Telefonnummer 19222 einen Krankentransport anfordern. Alle betroffenen Haushalte sollen dann in den nächsten Tagen umfassend, vermutlich dann auch von der Stadt Langenhagen und Hannover, informiert werden.
Bereits im vergangenen Jahr war von einigen Langenhagenern, die immer wieder wegen Bombenfunden ihre Wohnungen verlassen mussten, Kritik an der Informationspolitik der Behörden laut geworden. Immer dann, wenn die Fundorte der gefährlichen Altlasten auf hannoverschem Stadtgebiet gelegen hatten, fühlte sich etwa die Langenhagener Verwaltung als nicht verantwortlich - und richtete ergo auch keine Notunterkünfte in der Flughafenstadt ein, so die Kritik einiger Langenhagener Bürger. Die Evakuierten mussten sich in die Sammelstellen nach Hannover bewegen, auf Parkbänken die Stunden überbrücken oder sich in Hotels einmieten.
Und wie geht es nach dem 30. Januar weiter - gerade auch mit Blick auf die Bautätigkeiten in der benachbarten Emmich-Cambrai-Kaserne? Die Antwort wird auf sich warten lassen.


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