Winterzeilen auf Bairisch
Eine ländliche Heimeligkeit, mit der Rückkehr in die Realität abgeschlossen.
ORIGINAL
von Hannes Kothe-Opperau
BAUERNWINTER
Jetzat schlupft mer 's Land,
dee Äcker und dee Wies'n,
unter d' weiße Plach'n
als wia wenn’s drunter hoamlig wär.
Und allsamt lauf ma umeinand -
wir und 's Wuid, und fuit a jed's,
dass jetzt a' andre Zeit angeht.
Madl, i' nimm di bei der Hand,
wir bleim ja beieinand
wie Schnee und Eis
als bis a neis
Froajahr kimmt.
Seng ma scho, ob’s weiter stimmt.
Kimm eina, mach ma ’s uns schee!
Denk ma ans Land unterm Schnee.
Schutz ma uns und spuin,
tua ma, was ma wuin!
Und wenn uns d' Sunna außetreibt,
na seng ma scho, was bleibt.
Vleicht bau ma 'n Acker zema zua,
nacher is' für a' Weil' a' Ruha.

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