Über dem Kampf zum Erfolg, 31:28 Erfolg gegen Mindelheim

  Mit einer Steigerung in der zweiten Hälfte sicherten die Landsberger Handballer zu Hause die Punkte gegen den TSV Mindelheim. Nachdem man sich lange eher selbst das Leben schwer machte, gewann man Stabilität und behielt am Schluss gegen den Tabellenvierten die Nerven.
Zu Beginn hatten die Landsberger mehr mit sich als dem Gegner zu tun. Nervös und irgendwie fahrig begann man. Die Gastgeber erspielten sich zwar gute Chancen, nutzen sich aber ihre Chancen einfach zu wenig. So man gleich in Rückstand (1:4/5.). Gut, dass die Abwehr bald besser in Spiel fand, man ließ hinten wenig zu und konnte aus diesem Rückhalt heraus dann doch selbst immer wieder zum Erfolg kommen (5:5/11.). Doch so richtig lief es einfach nicht, immer wieder kam es im Angriff zu unglücklichen Situationen, mal ein Fehlpass, mal ein Abpraller den der Gegner bekam. Und die Präzision bei den Würfen fehlte einfach, so musste man statt in Führung zu gehen wieder ein Rückstand hinnehmen. Zwar ließ man die Mindelheimer nicht wegziehen, aber 2 oder Tore lagen sie immer vor. So stand es dann in der 29. Minute 11:13. Aber dann zeigten die Gastgeber auf einmal was sie drauf haben und glichen in 30 Sekunden zum Halbzeitstand von 13:13 aus.
Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste (13:15/33.), aber dann fing sich die Landsberger immer mehr. Ihr Angriffsspiel wurde stabiler und gewann an Effektivität, jetzt traf man endlich öfter. So glichen sie aus, gingen dann auch in Führung und bauten die auf 4 Tore aus (22:18/40.).
Mindelheim arbeitete sich noch mal mit einem 4:0 Lauf heran (22:22/46.). Aber die Gastgeber ließen sich nicht aus Bahn werfen. Die Abwehr stand immer noch stabil und dahinter machte Dominik Keller das Tor richtig dicht. Man ging wieder in Führung und gab sie bis zum Ende dann auch nicht mehr ab, auch wenn es zum Schluss noch mal kritisch wurde. 9 Minuten vor dem Ende kassierte der Landsberger Johannes Kauter nach einem Allerweltsfoul seine dritte Zeitstrafe und musste nun auf die Tribüne. Seine Unzufriedenheit über diese Entscheidung zeigte er für den Geschmack der Schiedsrichter all zu deutlich. Die schoben gleich noch mal 2x2 Minuten nach. Es dauerte bis die Schiedsrichter geklärt hatten wie in einer solchen Situation vorzugehen ist, Zeitstrafen müssen ja einem Spieler zugeordnet werden, auch wenn eigentlich nicht mehr wie 3 Zeitstrafen je Spieler möglich sind. Schließlich „opferte“ sich anderer Landsberger und die mussten nun von der 51. bis zu 57. Minute in Unterzahl spielen mussten. Doch anders als zu Beginn zeigten sie jetzt nervenstark, blieben ruhig, waren in Abwehr auf dem Posten und hielten mit zwei Toren in Unterzahl den Vorsprung. Wieder vollzählig wurde dann der Erfolg sicher nach Hause gespielt.
„Ich hatte eigentlich nie Angst, dass wir das Spiel verlieren könnten, auch wenn es am Schluss schon eine heiße Situation war“, kommentierte der Landsberger Trainer Sofian Marrague das Spiel. „Dass in der ersten Hälfte soviel Unsicherheit und Nervosität in der Mannschaft war hat mich schon überrascht. Da haben wir viel liegen gelassen. Gut dass wir in der zweiten Hälfte gezeigt haben, dass wir auch mit einer Mannschaft aus der Tabellenspitze mithalten können. Das haben wir drauf und deswegen auch verdient gewonnen.“
Da Ottobeuren in Kempten gewonnen hat, ist die Tabellensituation unverändert. Ottobeuren steht weiterhin auf dem Relegationsplatz, Landsberg auf Grund des sehr guten Torverhältnisses punktgleich einen Platz davor. Letztlich entscheidend ist damit der letzte Spieltag am nächsten Wochenende. Die Landsberger müssen zum schon als Absteiger feststehenden TSV Marktoberdorf. Ein machbare Aufgabe, aber auch diese Spiel muss erst gewonnen werden.

Dominik Keller, Max Matzer-Kernich (3), Alexander Neumeyer (7/2), Andreas Riedl, Tom Steber (3), Maximilian Wurst, Florian Stöcker, Markus Heidner (1), Alexander Schwarz (9), Gatto Piepenburg, Kai Roth (5), Johannes Kauter, Christian Eisen (3),
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