Riverkings drehen kurioses Spiel!

Riverkings drehen kurioses Spiel!

Kempten – Das Rumpfteam der Landsberger Riverkings drehte ein wirklich kurioses Spiel beim ESC Kempten und holte durch den 4:3 (1:2, 0:1, 3:0)-Auswärtssieg wichtige drei Zähler im Kampf um die beiden Play-off-Plätze.

Ohne die wichtigen Juniorenspieler sowie ohne Bastian Grundner und Markus Rohde standen Alexander Wedl heute zwar drei Verteidigungsreihen, aber nur zwei komplette Sturmreihen zur Verfügung. Kurios war dieses Spiel allerdings nicht, weil man mit nur 14 Spielern nach Kempten reiste, sondern weil nach dem Spiel selbst für die körperbetont spielenden Riverkings 105 Strafminuten etwas zu viel des Guten waren. Ab der achten Spielminute gab es kaum Gelegenheiten mit fünf HCL-Feldspielern auf dem Eis. Dazu kam noch, dass sich Geisberger, Ott und Kerber zu ihren Fouls noch jeweils eine „Zehner“ wegen Unsportlichkeit abholten. Kerber durfte in der 20. Spielminute sogar gleich duschen gehen, da ihn der Schiedsrichter gleich mit zwei Zehnern belegte. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Kemptner diese vielen Überzahlsituationen in etwas Zählbares umwandeln würden. Eugen Scheffer nutze ein Überzahlspiel in der achten Spielminute zum 1:0. Michael Fischer konnte zwar in der 16. Spielminute mit einem Bauerntick Hannes Zell im Tor der Sharks zum 1:1-Ausgleich überwinden, doch konnte Sebastian Weixler in Überzahl vier Sekunden vor der Drittelpause wieder auf 2:1 erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt saßen Ott und Geisberger noch ihre zehnminütigen Disziplinarstrafen ab und Michael Fischer die zwei Minuten für Stefan Kerber, der ja bereits unter der Dusch war.

Im zweiten Drittel legte sich erst einmal die Strafen Flut zumindest für die Riverkings. Aufregung gab es dann in der 31. Spielminute. Eric Mascall prallte sehr unglücklich in vollem Lauf mit Tobias Epp zusammen. Dieser blieb minutenlang regungslos auf dem Eis liegen. Erst als die Schiedsrichter Mascall mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Checks gegen den Kopf belegten, sprang Tobias Epp auf und fuhr zur Spielerbank zurück. Nur 20 Sekunden später fand man ihn schon wieder spielend auf dem Eis. Ein weiterer Rückschlag für die Riverkings. Durch die beiden Spieldauern von Kerber und Mascall schwächten sich die Riverkings selber und an einen Sieg glaubte unter den vielen Landsberger Fans nun keiner mehr. Schon gar nicht, als in der 33. Spielminute Benjamin Weixler, während Adrian Weis auf der Strafbank saß, auf 3:1 erhöhte.

Kempten hatte anscheinend die stark dezimierten Riverkings im letzten Spielabschnitte nicht mehr auf ihrer Rechnung. Das sollte sich rächen. Nur 52 Sekunden nach Wiederbeginn nutzte Sven Gäbelein ein Überzahlspiel zum 3:2-Anschluss aus. Dominik Ebner gelang dann in der 48. Spielminute sogar der 3:3-Ausgleichstreffer. Jetzt witterten die Riverkings ihre Chance und verstärkten ihre Angriffsbemühungen. In der 51. Spielminute erzählte Andreas Geisberger den 4:3-Siegtreffer. Nicht nur dass dieser Treffer in Unterzahl erzielt worden ist, macht ihn so sehenswert, sondern weil Andreas Geisberger die Scheibe einfach nur aus dem Drittel schießen wollte und diese durch die Schoner von Hannes Zell ins Tor trudelte. Die Landsberger Fans waren jetzt völlig aus dem Häuschen. Zwar räumte Hannes Zell zwei Minuten vor dem Ende noch für einen sechsten Feldspieler seinen Kasten, doch Tobias Epp nahm seiner Mannschaft die Chance mit einer Strafzeit durch Beinstellen.

So holten die Riverkings weitere drei wichtige Punkte und führen weiter die Tabelle der Landesliga Bayern-Südwest an. Am kommenden Freitag haben die Riverkings spielfrei und am Sonntag geht es dann nach Holzkirchen.
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