Nachwuchs läßt trotz Niederlage hoffen
Das letzte Saisonspiel in der Landesliga-Süd beim TV Memmingen hatte für die Landsberger Handballer zwar keine Bedeutung für den Tabellenstand, den Klassenerhalt hatte man sich ja schon vor zwei Wochen gesichert. Insofern war die 25:31 Niederlage gut zu erschmerzen.
Aber wichtiger war da schon, dass das Spiel ein Fingerzeig dafür war, wo die Zukunft des Landsberger Handballs liegt. Trat man diesmal doch mit 5 Nachwuchsakteuren an und stellte mit den A-Jugendlichen Max Matzer-Kernich und Axel Imhof die jüngsten Spieler auf dem Parkett.
Der Landsberger Trainer Hubert Müller gab dem Nachwuchs auch viel Spielzeit und wurde nicht enttäuscht. Man konnte die ganze erste Halbzeit offen gestalten, ging anfangs sogar in Führung (3:2/5.). Eine starke Leistung bot in seinem ersten Landesligaspiel Axel Imhof im Tor gegen die doch z.T. sehr erfahrenen Memminger mit ihren starken Rückraumschützen.
Zwischenzeitlich setzte sich Memmingen etwas ab (10:13/23.). Doch bis zu Pause hin verkürzten die Landsberger wieder auf 13:14. Dabei ließen sie sich auch nicht von einer etwas überraschenden roten Karte für Jörg Friedrich aus dem Konzept bringen.
Sicher ging es auch für die Gastgeber um nichts mehr, sie sind ja schon länger auf einem sicheren Tabellenplatz. Aber auch auf Seiten der Memminger kam der Nachwuchs zum Einsatz und wollte sich vor eigenem Publikum keine Blöße geben.
Nach dem Wechsel zogen die Gastgeber deutlich an und profitierten dabei viel von ihren hochklassig erfahrenen Cracks Berkessel und Romanesen, während den Landsberger in Angriff zeitweilig wenig gelang. (15:19/38.). Aber so leicht wollt man es dem Gegner doch nicht machen. Die Gäste fingen sich, arbeiteten sich wieder heran und konnten sogar ausgleichen (22:22/50.). Landsberg blieb dran und erst in den letzten Minuten schwanden etwas die Kräfte und Memmingen konnte mit eine paar schnellen Toren den Sieg deutlicher gestalten.
„Wir wollten heute unseren jungend Leuten viel Raum geben und das haben sie ganz ordentlich gemacht“, war der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel zufrieden. „Auch in der Abwehrarbeit haben sie Präsenz gezeigt. Insgesamt liegt noch viel und Trainingsarbeit vor uns, vor allem muss kontinuierlich und konzentrierte gearbeitet werden. Aber der Anfang ist gemacht und man konnte sehen, dass sich der Einsatz für alle lohnt. Wir werden in der nächsten Saison noch stärker auf die jungend Leute bauen, das bedeutet aber auch, dass sie mehr Verantwortung werden übernehmen müssen“.
Wie ernst es den Verantwortlichen mit der engagierten Trainingsarbeit ist, zeigt auch, dass es bereits Mitte Mai wieder in die Saisonvorbereitung geht, und die Trainer personell sicherstellen, dass ohne Pause bis zum Saisonstart Ende September trainiert werden kann.
TSV Landsberg: Axel Imhof, Benjamin Kobold, Andreas Messner, Christian Eisen (4), Jörg Friedrich, Andi Lerch (3), Max Matzer-Kernich (2), Alexander Neumeyer (1/1), Marco Müller (5), Roman Müller (3), Tomas Schwirkmann (4), Mathias Schuberth (2), Tom Steber (1),


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