Lernen und Kämpfen - Die Handballer starten wieder in die neue Saison

Hinten von links: Tim Wilmes, Mathias Lauterbach, Mathias Schuberth, Severin Bartl ,Florian Stöcker, Tommy Schwirkmann, Trainer Hubert Müller, Andi Horn, Max Matzer-Kernich, Benjamin Kobold, Alexander Neumeyer, Alexander Imhof Unten von links: Roberto Schwirkmann, Dennis Gleich, Gatto Papenburg, Christoph Stöcker, Florian Kullmann Es fehlen: Roman Müller, Christian Eisen, Dominik Führer

Am 17. September beginnt wieder die Saison für die Landsberger Handballer. Ihre erste Herrenmannschaft beginnt zu Hause um 16:00 im Sportzentrum gegen den SC Kissing.
Es wird auf jeden Fall eine spannende Saison für die TSV´ler.
Sind doch mit Jörg Friedrich, Marco Müller, Andi Lerch, Oli Götsch, Andi Messner und Sandor Schmidt sind sechs erfahrene Stammspieler aus verschiedenen Gründen nicht mehr dabei. Das ist auf jeden Fall eine erhebliche Einbuße für eine Mannschaft, die schon letztes Jahr gegen den Abstieg spielte.
Mit Andi Horn im Tor und den Feldspielern Tim Wilmes, Mathias Lauterbach, und Florian Stöcker sind vier Spieler dazu gekommen, die teilweise schon Erfahrung in der Landesliga haben, aber sie können die Abgänge kaum kompensieren. Weitere angestrebte Verpflichtungen ließen sich nicht realisieren, da wollte man bei den Landsbergern lieber weiterhin seriös wirtschaften.
So musste man viel schneller als geplant Talente aus der eigenen A-Jugend einbauen. Die Jungen sind mit Engagement in die Vorbereitung eingestiegen, haben aber noch einiges an Entwicklung vor sich. Das Potential ist da, muss aber noch weiter entwicklet werden.

Bereits im Mai hat die Mannschaft mit der Vorbereitung begonnen. Die Neuen und die Jungen haben sich dabei besonders ehrgeizig und motiviert gezeigt. Nach diesem personellen Umbruch galt es zunächst einmal ein Team zu bilden, das sich kennt und als Team funktioniert. Dies ist in den drei Monaten schon ganz gut gelungen.
Die Konditionsarbeit stand bis Mitte August im Vordergrund um überhaupt die für die Landesliga notwendigen körperlichen Grundlagen für die jungen Spieler zu schaffen. Hier wurde gut und motiviert gearbeitet.
In den letzten drei Wochen lag der Schwerpunkt dann auf den technischen und taktischen Aspekten und das Zusammenspiel war im Focus. Hier gibt es die größeren Hürden zu überwinden.
„In einem technisch so anspruchsvollen Sport wie Handball braucht eine neue und dazu teils unerfahrene Mannschaft einfach ein gewisse Zeit um zu wachsen“ ist Trainer Hubert Müller verhalten optimistisch. „Die Fortschritte werden sich wohl erst im Laufe der Saison ergeben, da dieses Team noch keine Erfahrung in Punktspielen hat. Der Willen und der Kampfgeist können und müssen viel ersetzen, es muss sich aber noch zeigen, ob sich auch die notwendige Konstanz entwickelt. Mal schauen, vielleicht lässt sich trotzdem in den ersten Spielen der eine oder andere Punkt holen. Auf jeden Fall macht es mit dieser neuen und jungen Truppe riesigen Spaß, ich glaube an die Mannschaft und ihre guten Perspektiven. Die Zukunft des Landsberger Handballs ist damit bestimmt gesichert.“
Dies war ja eines der wesentlichen Ziele der Abteilung nachdem Aufstieg in die Landesliga.

Jetzt liegt Aufgabe für dieses Jahr der große Berg "Klassenerhalt" vor diesem Team. Das kommt für diese Mannschaft, die nun zu großen Teilen aus Landsberger Eigengewächsen besteht, etwas zu früh.
„Aber die Moral, der Spaß und der sehr gute Teamgeist sollten sich in der Saison noch weiter entwickeln. Dann ist alles möglich. Die Mannschaft will alles geben und hofft auf die Unterstützung der Landsberger Fans auch wenn die Ergebnisse manchmal nicht stimmen. Und abgerechnet wird erst zum Schluss“, ist Abteilungsleiter Roland Neumeyer gar nicht so pessimistisch, „begeisternden Handball wird es auf jeden Fall geben.“.


Zur Situation in der Liga:
Aufsteiger in die Landesliga Süd sind die Meister der Bezirke Schwaben, der TSV Schwabmünchen, der Alpenvorlandmeister Eichenau und der Oberbayernmeister Ismaning. Absteiger aus der Bayernliga ist Fürstenfeldbruck II. Wieder haben mit Unterhaching, Niederraunau, Kissing, Memmingen und Trudering einige Vereine Aufstiegsambitionen angemeldet.
Aber auch andere denken heimlich an einen Platz in vorderen Regionen wie Schwabmünchen, Ismaning und Allach. Stark werden auch wieder die beiden zweiten Mannschaften aus Friedberg und Fürstenfeldbruck sein, die regelmäßig auf Spieler aus der ersten höherklassigen Mannschaft zurückgreifen können.
Wer neben den Landsbergern um den Klassenerhalt spielt ist nicht so eindeutig. Auch in Immenstadt gab es einen personellen Umbruch. Indersdorf will nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Sicher ist, dass mindestens vier Mannschaften absteigen und da wird es sicher so manche Überraschung geben. Letztes Jahr waren 8 Mannschaften bis kurz vor Schluss in Abstiegsgefahr verwickelt. Das könnte heuer genau so spannend werden.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 21.10.2011
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