Geduld bewiesen, 20:18 Erfolg gegen den TSV Unterhaching
Da mussten die Landsberger Handballer schon einiges an Geduld aufbringen, bis sie den Sieg gegen den starken TSV Unterhaching in der Tasche hatten. In der Landesliga nach 18 Minuten nur 3 Tore erzielt zu haben, kann einen Handballer schon nervös machen. Aber mit einer nie nachlassenden Moral und geschlossenen Mannschaftsleistung erarbeiteten sich die Jungs von Hubert Müller in einer spannenden Schlussphase doch noch einen verdienten Erfolg.
Beide Mannschaften begannen mit Volldampf, da gab es kein Abtasten, man kennt sich ja. So fielen schnell die ersten Tore (2.2/4.). Landsberg stand in der Abwehr gut und störte früh die Abläufe der Gäste. So hatten diese nach einer viertel Stunde auch nur 5 Treffer erzielt, das sprach für die Abwehr. Das Problem war aber heimische Angriff. Immer wieder erspielte man sich gute Chancen, brachte den Ball aber einfach nicht im Tor unter. Es fehlten den Würfen oft Präzision und auch teilweise die Wucht um den Gästekeeper zu überwinden.
Jetzt kam es im Landsberger Angriffsspiel auch zu Ungenauigkeiten, die die Gäste zu erfolgreichen Gegenstößen nutzen (4:10/24.). Beni Kobold übernahm nun den Platz im Landsberger Tor und er kam mit den Würfen der Gegner besser zu recht. Nach einer roten Karte für einen Unterhachinger Spieler wegen eines überharten Einsatzes verkürzten die Gastgeber mit geduldigem, konsequentem Spiel bis zu Pause auf 7:10. Die Partie war offensichtlich noch nicht entschieden.
Die Landsberger steigerten sich in der zweiten Hälfte weiter, die Abwehr stand immer sicherer und ließ den Gästen kaum Gelegenheiten zum Wurf. Im Angriff traf man jetzt etwas besser und konnte in 42. Minuten den von den zahlreichen Zuschauern umjubelten Ausgleich feiern und ging dann auch gleich noch in Führung (13:12/44.). Aber auch Unterhaching hielt dagegen und konterte zum 15:16 (51.) Jetzt taten die in dieser Phase verworfen zwei 7-Meter den Landsbergern natürlich besonders weh. Aber auch davon ließen sie sich nicht verunsichern, sondern spielten und kämpften weiter.
Es kamen dramatische Schlussminuten, 54. Minuten Ausgleich, 56. Minuten 7-Meter zum 18:17 verwandelt, 58. Minute der Treffer zum 19:17, dann zwei Minutenstrafe für Landsberg, also bis zum Schluss in Unterzahl, Unterhaching gelingt der Anschlusstreffer zum 19:18, noch 15 Sekunden zu spielen, Landsberg im Ballbesitz, jetzt bloß keinen Ballverlust. Aber wieder behielt die Mannschaft der Nerven und spielte Christian Eisen schön frei, so dass er sicher zum 20:18 Endstand verwandeln konnte; die Halle tobte.
„Unterhaching ist ja heute nach ihrer Siegesserie der letzten Wochen mit breiter Brust hier angetreten, da haben wir zu jedem Zeitpunkt gut dagegen gehalten. Die Moral und die mannschaftliche Geschlossenheit war wirklich bemerkenswert,“ lobt Trainer Hubert Müller nach dem Spiel seine Truppe. „Da haben sie sich nicht verunsichern lassen, auch wenn es nicht so lief. In der zweiten Hälfte haben wir uns in der Abwehr sogar noch gesteigert. Und die zwei Punkte, mit denen man ja nicht unbedingt rechnen konnte, tun uns natürlich gut.“
TSV Landsberg: Benjamin Kobold, Andreas Messner, Severin Bartl, Christian Eisen (4), Andreas Lerch (2), Alex Neubauer (2), Alexander Neumeyer, Marco Müller (2), Phillip


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