Durchwachsener Monat für HSB - DJK-Jugend war erfolgreich im März

Simon Gervè (Foto: Thorsten Jordan)
 
Sophie Eder

Es war erneut kein leichter Monat für die HSB: Ein Sieg steht drei Niederlagen gegenüber. Der Derby-Sieg gegen Leitershofen läutete den Monat ein und der Sieg machte Hoffnung auf mehr. Die beiden Topspiele vor eigenem Publikum gegen Würzburg und zuletzt gegen Landshut waren an Spannung kaum zu überbieten und hätten auch alle in einem Sieg enden können. Die DJK-Damen hingegen konnten vorerst ihren Lauf fortsetzen und sechs Spiele in Folge gewinnen, ehe die Damen eine überraschend hohe Niederlage gegen Donauwörth hinnehmen mussten.

Der Monat begann für die Heimerer Schulen Basket Landsberg mit einem absoluten Derby-Kracher: Die Lechstädter waren zu Gast bei der BG Leitershofen/Stadtbergen. Die 400 Zuschauer, davon 100 Landsberger sahen zunächst ein ausgeglichenes 1. Viertel (24:24). Doch im zweiten Abschnitt drehte Leitershofen auf konnte dieses Viertel mit 35:21 für sich gewinnen und somit zur Halbzeit 59:45 in Führung gehen. Trainer Kharchenkov konnte die Mannschaft in der Halbzeitpause offenbar optimal auf die kommenden 20 Minuten einstellen, denn jetzt waren die HSB am Drücker. Was Leitershofen im hervorgegangen Viertel zeigte, machten die Landsberger jetzt nach. Zwischen der 24. und der 34. Minute konnte die Landsberger einen grandiosen 28:5-Lauf hinlegen und somit wenige Minuten vor Ende der Partie mit neun Punkten in Führung gehen. Doch Leitershofen gab nicht auf und konnte eine Minute vor Abpfiff noch einmal 83:82 in Führung gehen. Intelligent spielten die HSB weiter und konnten letztendlich mit 83:85 gewinnen. Josef Eichler konnte gegen Leitershofen seine Saisonbestleistung zeigen und war mit 27 Punkten (5 Dreier) bester Werfer der Partie.

Landsberg schien bereit für das Spitzenspiel gegen die Würzburg Baskets am 08.03.2008. Es war das erwartete Spiel, in dem beide Mannschaften gleich auf sind. In der ersten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen und somit ging es mit 37:37 in die Kabine. So ging es auch im dritten Spielabschnitt weiter, den die HSB immerhin mit vier Punkten Vorsprung für sich entscheiden konnten. Mit 61:57 ging es dann in die letzten zehn Minuten, die an Dramatik kaum zu überbieten waren. Ein Dreier von Ali Thomas brachte Landsberg gleich zu Beginn mit 64:57 in Führung. Doch Würzburg zeigte sich unbeeindruckt und kämpfte sich wieder auf 66:66 heran. Es ging hin und her und die Führung wechselte ständig. Die letzte Spielminute schien unendlich lang, da beide Teams Auszeiten nahmen. 19 Sekunden vor Schluss lag Landsberg mit 73:75 zurück und Würzburg konnte dann auch noch auf 73:77 erhöhen. Mehr als ein 75:77-Endstand war einfach nicht mehr möglich. Doch sowohl die 60 Würzburger Fans als auch die 800 Landsberger feierten ihre Teams.

Eine Woche später gegen Baunach wusste dann nicht einmal Trainer Kharchenkov warum das Team verloren hat. Es war von Beginn an kein guter Tag für die HSB. Mit 46:36 gewann der Gastgeber Baunach die erste Halbzeit. Landsberg konnte kurz vor Ende des dritten Viertels noch einmal auf drei Punkte verkürzen, doch Baunach ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und gewann verdient mit 88:74.

Kein guter Ausgangspunkt um den Tabellenzweiten Landshut zu empfangen, doch die HSB haben die Niederlage abgehakt und gingen hochmotiviert in das Spitzenspiel. 700 Zuschauer sahen, dass die HSB auch mit dem Vize-Meister mithalten können, denn das erste Viertel ging mit 18:20 nur ganz knapp an die Gäste. Im zweiten Viertel konnte die Mannschaft um Trainer Georg Eichler, Ex-Coach der Landsberger, zwar zwischenzeitlich auf acht Punkte davon ziehen, doch Landsberg holte wieder auf und konnte zur Halbzeitpause auf 40:41 verkürzen. Nach der Pause entwickelte sich dann der erhoffte offene Schlagabtausch. Drei Dreier in Folge von Simon Gervé brachten die Landsberger mit sieben Punkte in Führung, doch jetzt waren es die Landshuter die wieder aufholten und gingen zum Ende des dritten Viertel erneut mit einem Punkt in Führung. In den letzten zehn Minute konnte sich keine Mannschaft mehr absetzen. Zwei Minuten vor Schluss gingen die HSB mit 79:77 in Führung und keinen Landsberger Fan hielt es mehr auf den Sitzen. Landshut konnte wieder nachlegen und ging mit 83:79 in Führung. 30 Sekunden waren noch zu spielen und somit mussten die HSB auf einen Dreier spielen. Vier Mal hatte Ali Thomas die Chance, doch vier Mal vergab er. Letztendlich verloren die Kharchenkov-Schützlinge mit 85:82. Dennoch wurde die Mannschaft erneut trotz Niederlage gefeiert.

Für Furore hingegen sorgten die Damen der DJK. Im März konnten die Damen den fünften und sechsten Sieg in Folge einfahren. Zuerst gewann die Mannschaft um Topscorerin Elena Golovacheva mit 65:95 gegen Vaterstetten und eine Woche darauf mit 75:52 gegen die zweite Mannschaft aus Nördlingen. Insgesamt konnte Elena Golovacheva 46 Punkte für die Siege der DJK beisteuern. Dann waren die Damen am 15.03. zu Gast in Donauwörth, wo die Mannschaft auf drei Spielerinnen verzichten musste. Man hätte denken können, dass sich andere Spielerinnen empfehlen möchten, doch die Mannschaft spielte ohne Kampf und Herz und schwächte sich bereits zur Halbzeit selber, als Ildikó Pracht mit fünf Fouls vom Feld musste. Hochverdient gewann der Gastgeber mit 84:54 und konnte die DJK somit vom vierten Platz der Oberliga stoßen.

Erfolgreicher zeigte sich die Jugend der DJK Landsberg. Bei der U20 männlich konnten sich gleich fünf Spieler, die ihr letztes Jugendspiel bestritten mit einem 78:66-Sieg gegen Deisenhofen verabschieden. Die U16 weiblich konnte ebenfalls im letzten Saisonspiel ein 45:63 gegen Germering verbuchen. Die männliche U16 zeigte erneut wie stark sie ist. Der ungeschlagene Tabellenführer konnte gegen Forstenried einen 126:46-Kantersieg einfahren. Die U18 weiblich feierte im letzten Sisonspiel endlich den ersten Saisonsieg. Mit 73:37 gewannen die DJK-Mädels gegen Holzkirchen. Für die 15-jährige Sophie Eder war es das letzte Spiel im Dress der U18. Die Topscorerin der U18 und U20 weiblich und bereits auch Damenspielerin wechselt zur nächsten Saison nach Nördlingen, um auf höherem Niveau trainieren und vielleicht auch einmal in der zweiten Bundesliga spielen zu können. Schon jetzt wünscht der Verein Sophie alles Gute für ihre Zukunft.

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