Basketball-Damen starten mit neuem Trainer und russischer Topscorerin in zweite Oberligasaison

Die Basketball-Damen der DJK Landsberg
 
Elena Golovacheva mit Sohn Iwan

Am kommenden Wochenende starten auch die Basketballdamen der DJK Landsberg in die neue Saison. Auftaktgegner ist am Sonntag, den 7. Oktober um 18:00 Uhr in der Landeshauptstadt die TS Jahn München, einer der Favoriten in der Oberliga. Doch nachdem die DJK vergangene Saison als Aufsteiger überraschend Dritter geworden ist, gilt auch sie als einer der Favoriten.

Die Landsberger Mannschaft selber sieht sich vor einer sehr schweren Saison. Hat sich doch einiges geändert. Mit Christoph Peters hat das Team einen neuen Headcoach an der Seitenlinie. In wie weit er hier vom letztjährigen Trainer Michael Teichner unterstützt wird, ist noch nicht geklärt.

Darüber hinaus muss man auf einige Leistungsträger der vergangenen Spielzeit verzichten: Linda Glaser, zuletzt zweitbeste Werferin der DJK, wechselt zum Regionalligisten KICKZ München Basket. Ebenfalls nicht mehr dabei sein wird Lisa Böhm. Sie zieht es für ein Jahr nach Australien.

Bereits letzte Saison nur noch teilweise dabei waren Julia Severin, Veronika Storch, Elisabeth Kahlmeyer und Anja Kolping. Diese vier Spielerinnen werden aus verschiedenen Gründen nun definitiv nicht mehr für die DJK auflaufen.

Ein Fragezeichen steht auch noch hinter Jenny Hiemer. Das 19jährige Eigengewächs zieht studienbedingt nach Regensburg, würde aber trotzdem gerne für Landsberg spielen.

Mit Topscorerin Veronika Meyer, Energiebündel Rabia Seebach und Centerspielerin Jasmin Veney konnten aber drei wesentliche Stützen der Mannschaft gehalten werden.

Bei Meyer ist jedoch noch nicht ganz sicher, ob sie in allen Spielen dabei sein kann, da sie als Referendarin nicht ständig vor Ort ist.

Um die Lücken im Kader zu schließen rutschen einige Jugendspielerinnen nach, um erste Erfahrungen in der Oberliga sammeln zu können.

Außerdem verstärkt mit Elena Golovacheva ein echter Hochkaräter die Mannschaft. Die 34jährige Frau von Herrentrainer Alexander Kharchenkov hat bereits einige Stationen als Profispielerin in ganz Europa hinter sich und stellt sich der DJK nun ohne finanzielle Gegenleistung zur Verfügung. Und das mit der Empfehlung von vier Topscorer-Titeln in der ersten russischen Liga!

Am vergangenen Donnerstag, im letzten Vorbereitungsspiel der Landsbergerinnen, trug sie das erste Mal das DJK-Trikot und erzielte gleich 14 Punkte. Der Gegner, Oberliga-Aufsteiger MTSV Schwabing 2, war jedoch kein Gradmesser für die Peters-Truppe. Ohne die maximale Leistung abrufen zu müssen, gewann man 72:46 – gut fürs Selbstvertrauen. Gerade weil man am Wochenende zuvor bei einem Vorbereitungsturnier – ausgetragen von Jahn München – drei deutliche Niederlagen einstecken musste.

Gegen den Gastgeber, Regionalligist SV Germering, und eine Jugendauswahlmannschaft hatte man nichts zu holen. Vor allem die konditionellen, körperlichen Defizite gaben hier den Ausschlag. Auch tat man sich mit der aggressiven Verteidigung der Gegner sehr schwer und traf im Angriff oft schlechte Entscheidungen.

Gegen Schwabing war das Teamplay dann schon wesentlich besser, was jedoch auch daran lag, dass dieser Gegner nicht mit denen des Turniers zu vergleichen war. Trotzdem lässt der der letzte Test der DJK-Damen hoffen. Mit Meyer und Golovacheva hat man ein von Außen unglaublich gefährliches Duo (gegen Schwabing Meyer vier 3er, Golovacheva zwei), das die Gegner erst einmal kontrollieren müssen.

Ziel wird es sein, die letztjährige Platzierung zu wiederholen und außerdem die Jugendspielerinnen an das höhere Niveau heranzuführen, um mittelfristig ernsthaft in Richtung Regionalliga schauen zu können. Das Potential ist in Landsberg auf jeden Fall vorhanden.

Der Kader: Rabia Seebach, Veronika Sirch (Aufbau), Elena Golovacheva, Veronika Meyer, Susanne Schöpf, Verena Hiemer, Céline Szagun, Jenny Hiemer, Anna Ullrich (Flügel), Anne Schnittger, Ildikó Pracht, Verena Carls und Jasmin Veney (Center).

Erweiterter Kader: Annalena Egger, Simonne Szagun (Aufbau), Clara Ebbinghaus, Mirjam Steiner, Sophie Eder (Flügel), Ronja Boolzen (Center).

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