Sind Elektroheizer Umweltsünder?
Mein Spezi fragt sich: "Was spricht für eine Nachtspeicherheizung mit Strom?"
"Ganz einfach", ist er überzeugt: "Eine Elektro-Nachtspeicherheizung ist wartungsfrei; sie ist sauber, denn sie verqualmt nicht die Luft; sie bedarf keines Lagerraums für Heizmaterial und spart somit Baukosten (ist im Übrigen in Altbauten auch leicht nachzurüsten)."
Volkswirtschaftlich betrachtend, merkt mein Freund an: "Die Elektro-Nachtspeicherheizung nutzt in der Nacht nicht abgerufene Kapazitäten (denn nur Fotovoltaik-Anlagen erzeugen mit Mondlicht keinen Strom, alle anderen Energiebringer werden in der Nacht wohl kaum heruntergefahren)."
Er fragt sich allerdings auch: "Was spricht dagegen?"
"Auch ganz einfach", meint er: "Zurzeit fällt die Elektroheizung ins Blickfeld all der Kämpfer gegen Atommeiler und Kohle-Heizkraftwerke. Wogegen auch nicht argumentiert werden soll, da diese Leute irgendwo Recht haben. Nur ist es wohl so, dass unsere Gesellschaft eben die jetzt aufgelegte Kapazität an elektrischer Energie immer benötigen wird, egal womit diese hervorgebracht wird: ob mittels jetzt (noch) ins Netz einspeisender Energiebringer oder in Zukunft durch immer mehr andere (Windkraft usw.)."
Und er weiß auch über die Kosten des Betriebs einer Nachtspeicheranlage zu berichten.
"Ein Beispiel für ein erdgeschößiges Haus von 150 qm Fläche mit der Kombination Elektroheizung plus Kachelofen: 410 € Holz + 607 € Strom (Heizperiode 07/08)."
"Na und?", setzt er nach, "Ist es eine ökologische, ökonomische oder sonst eine Sünde, mit Strom zu heizen?"

Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .