Reservisten an der Loire
Fahrradtour zu den „Schlösser der Loire „
Im Rahmen des 11. Welfen Marsch der Reservistenkameradschaft Landsberg am Lech, wurde die Etappe drei nach Frankreich verlegt. Die „Schlösser der Loire“ mit dem Fahrrad zu erkunden, war das Ziel der Gruppe.
Mit dem Bus von Landsberg über Augsburg zur Aufnahme weiterer Mitreisender, ging die Fahrt über Baden-Baden, Metz, Reims, Paris, Orleans zum Dreh –und Angelpunkt unserer Tour, dem Hotel „Balladin“ in Blois das nach fast 18 Stunden Fahrzeit erreicht wurde.
Die „Königin der Flüsse“ wie die Loire genannt wird, ist der längste Fluss Frankreichs, entspringt im Massif Central und mündet bei Saint-Nazaire in den Atlantik. Nirgendwo sonst drängen sich so viele Schlösser ca. 120 „Chateaux“ an den Ufern von Loire, Cher und Indre.
Die Strecke an der Loire wurde von Chinon bis Orleans in vier verschiedene Etappen aufgegliedert. Zwei Etappen Flussaufwärts und zwei Etappen Flussabwärts.
Mit der Besichtigung der Stadt Blois und der Cathedrale Saint-Louis, dem ehemaligen Bischofspalast, dem Schloss von Blois Ludwig XII der mit dem Bau des spätgotischen Stil begonnen hatte, begann der erste Teil der Fahrradtour „Schlösser der Loire" bis nach Chambord.
Das Schloss Chambord ist wohl das berühmteste und bekannteste aller Loire Schlösser. Mit seinem extravaganten Baustil versetzte dieses Märchenschloss eines üppig und in grenzenloser Pracht lebenden Herrschers die Besucher auch heute noch in erstaunen. Die Bauarbeiten für diese „Jagdhütte“ Franz I. begannen 1519 und waren 28 Jahre später im Todesjahr Franz I im Jahr 1547 immer noch nicht vollendet.
Nach einer eingehenden Besichtigungstour im Park und Schloss, wurde das 50 km Tagespensum mit der Busrückfahrt nach Blois abgeschlossen.
Die nächste Etappe verlief mit einer Tagesleistung von 46 km von Chinon nach Villandry. Chinon wurde zu einem großen Teil im 10. Jhd. von den Grafen von Anjou und Blois errichtet. Am Fuße des Schlosses, das sich hoch über der Stadt erhebt, wurde eine längere Pause eingelegt, bevor die Fahrt nach Villandry weiterging. Nirgendwo wird man derart prachtvolle Renaissancegärten bewundern können, wie im Schloss Villandry. Die Gärten sind eine historisch und botanisch getreue Nachbildung der Anlage, wie sie im Erbauungsjahr des Schlosses 1532 ausgesehen haben könnten.
Blois, Vouray nach Amboise, mit dem Schloss das im 15. Jhd. von Karl III. erneuert und vergrößert wurde, ging die Tour weiter nach Chenonceau. Nach einer Strecke von 42 km erreichte die Gruppe das von den Touristen beliebteste Schloss. Thomas Bohier, Finanzminister des Königs Ludwig XII, erbaute Chenonceau für seine Gemahlin Catherine Briconnet zwischen 1513 und 1524 über den Fluss Cher. Das Schloss wurde zum Zankapfel zwischen der schönen Diana de Portiers und der mächtigen Katharina de Medici.
Mit dem Bus von Blois nach Beaugency und mit dem Rad weitere 38 km entlang der Loire bis in das „Herz Frankreichs“, der Stadt von Jeanne d`Arc, die 1429 Orleans von der englischen Belagerung befreite.
Mit dem Besuch in der Kathedrale Saint-Croix, die erst im 17.-19. Jhd erstellt wurde begann eine ausführliche Stadtbegehung. Den Abschluss des letzten Tages an der Loire beendete ein Besuch im Rathaus von Orleans.
Mit dem Bus zurück nach Blois, Abschiedsessen und Vorbereitungsmaßnahmen für die Rückreise nach Deutschland treffen beendeten die Tage in Frankreich.
Begann unsere Anreise im Regen so endete auch die Busrückreise im Regen.
Während der gesamten Fahrradtour von 176 km muss wohl auch Gott in Frankreich gewesen sein. Leben wie „Gott in Frankreich“ nur schönes Wetter.



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