Freie Waldorfschule Landsberg – ein Lebensraum zum Lernen

Auf dem Pausenhof
 
Blick in die erste Klasse
 
Die neunte Klasse während des Unterrichts
Landsberg am Lech: Freie Waldorfschule | Die Freie Waldorfschule Landsberg liegt am östlichen Stadtrand. Mit ihren verschiedenfarbigen Gebäudeteilen und Freiflächen wirkt sie wie ein eigenes kleines Dorf. Gegründet 1987 in Schondorf, fand die Schule 1995 in Landsberg eine neue Heimat – und hat derzeit etwas über 400 Schüler, 40 Lehrkräfte und zehn weitere Mitarbeiter. Auf dem Schulgelände befinden sich auch eine Sporthalle, eine Bibliothek, eine eigene Schmiede, eine Holzwerkstatt, ein großer Schulgarten und Waldorfkindergarten. Die Schulküche mit Cafeteria sorgt mit biologisch-dynamischen Produkten für das leibliche Wohl und ist Treffpunkt für Schüler, Eltern und Mitarbeiter.
Ein großer Saal bietet genügend Raum für Theater, Konzerte, Ausstellungen, Feste und Basare, wie das bekannte Lichterfest und neuerdings den Sommermarkt. Mit diesem Angebot schafft die Schule neben der reinen Wissensvermittlung viel Raum für Kreativität, Bildung und Gemeinschaft.

Kinder sind von Natur aus lernbegierig. Eltern und Lehrer tragen eine besondere Verantwortung dafür, dass diese natürliche Neugierde und Offenheit im Heranwachsen nicht verloren geht. In der Waldorfschule lernen Kinder und Jugendliche das Lernen lieben und erfahren eine Erziehung zu Toleranz und Freiheit. Weltoffenheit, Weltfriede, Menschenrechte und internationale Verständigung werden für die Schüler zu selbstverständlichen Idealen.


Waldorfpädagogik bedeutet allumfassendes Lernen und ganzheitliche Erziehung. Erziehungsziel ist die Entfaltung des jungen Menschen zu einer harmonischen, eigenständigen Persönlichkeit, die sich nicht nur auf Intellektualität oder auf spätere Verwendbarkeit für Prüfungen und Beruf ausrichtet. Aus den Schülern sollen freie, selbstbewusste und über sich selbst verfügende Persönlichkeiten werden. Unterrichtet wird ein breites Fächerspektrum. Der wissenschaftliche, musische und handwerkliche Unterricht sowie der Bewegungsunterricht sind gleichwertig gewichtet und durchdringen sich gegenseitig. Ein zentraler Aspekt ist die Methode des altersgemäßen Unterrichtens, in der sich die verschiedenen Tätigkeiten in gesunder Weise abwechseln und ergänzen.

Mitarbeit der Eltern: In allen Bereichen ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Betreuern eine wichtige Basis, denn die Schule ist neben dem Elternhaus der wichtigste Aufenthaltsort für die Schüler.


Besonderheiten der Waldorfpädagogik

> Epochenunterricht: Die Schüler befassen sich über drei bis vier Wochen täglich während der ersten beiden Stunden (Hauptunterricht) mit einem Stoffgebiet, etwa in Mathematik, Geschichte oder Deutsch. Das am Vortag Aufgenommene wird erinnert und verarbeitet, neue Inhalte dargestellt und geübt. Die Arbeitsergebnisse werden von den Schülern in Epochenheften festgehalten. Andere Fächer, die eine regelmäßige Übung erfordern, wie Sprachen, Bewegungsfächer, Musik, Handarbeit und Handwerk werden kontinuierlich mit zwei bis vier Wochenstunden erteilt. Englisch und Französisch werden ab der 1. Klasse unterrichtet.

> Bewegungsunterricht mit Eurythmie und Sport: Eurythmie drückt durch die menschliche Gebärde aus, was in Laut und Ton, in Sprache und Musik als innere Bewegung und Stimmung lebt. Darüber hinaus gibt es ein großes Sportangebot.

> Handwerk und Technik: Praktisches Arbeiten und handwerkliches Geschick sind Grundbedingungen für die Entfaltung des Menschen. An der FWS gibt es daher Handarbeits-, Handwerks- und Gartenbauunterricht.

> Praktika: In ihren zwölf Jahren an der Waldorfschule lernen die Schüler die wesentlichen Belange des praktischen Lebens kennen. Dreiwöchige Praktika fördern soziales und individuelles Lernen, zeigen die Realität der Arbeitswelt und lassen die Schüler in einen künstlerischen Prozess eintauchen:
> Landwirtschaftspraktikum (9. Klasse)
> Handwerkspraktikum (10. Klasse)
> Sozialpraktikum (11. Klasse)
> Steinmetzpraktikum (12. Klasse)

> Musik: Ab der 1. Klasse erlernen alle Schüler Flöte. Das Instrumentalspiel jedes Schülers geht ab der 4. Klasse in das Klassenorchester ein. In den Klassen fünf bis acht wird zusätzlich Streichorchester unterrichtet, um das Zusammenspiel von früh auf zu fördern. Fortgesetzt wird dies im „Großen Schulorchester“ der Oberstufe. Daneben gibt es den Oberstufenchor, die Jazzband, die Percussion-Gruppe und Musikprojekte auch im Rahmen der Theaterarbeit.

> Theater: Das Theaterspiel ist ein wichtiges pädagogisches Element. Entscheidende Qualitäten der Persönlichkeitsbildung und der Gemeinschaftsarbeit werden entdeckt, veranlagt und vertieft. In allen Jahrgangsstufen wird Theater gespielt, große Theaterprojekte gibt es in den 8., 10. und 12. Klassen.


Zeugnisse und Abschlüsse

Die Waldorf-Schulzeit dauert zwölf Jahre. Da der Lehrplan auf der altersgemäßen Entwicklung der jungen Menschen aufbaut, ist die Wiederholung eines Schuljahres für einzelne Schüler nicht vorgesehen. Am Ende einer Jahrgangsstufe erhalten die Schüler ein Wortgutachten als Zeugnis, das ihre Leistungen und ihre Fortschritte beschreibt.
Die Freie Waldorfschule bietet Mittlere Reife und Abitur als Abschlüsse an. Die Schüler werden in Prüfungsklassen auf den jeweiligen Abschluss vorbereitet. Die Lehrer der Waldorfschule sind an den Prüfungskorrekturen beteiligt.


Termine 2010:

à Circus Piccolo
Donnerstag, 1. Juli, 17.00 Uhr
Freitag, 2. Juli, 17.00 Uhr
Samstag, 3. Juli, 16.00 Uhr
Im Zirkuszelt auf dem Gelände der Freien Waldorfschule, Münchener Straße, Landsberg.
Seit 2005 begeistert der Circus Piccolo die Zuschauer: Schüler der Unter- und Mittelstufe trainieren das ganze Jahr über, um im Juli ihr Bestes geben zu können: Clownesken, Tellerdrehen, Diabolo, Pois, Rola Bola, Akrobatik, Trapeznummern und Einradkünste gibt es im Zirkuszelt zu sehen. Zur Originalatmosphäre gehört eine Zirkusband.
Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder 2,50 Euro. Karten an der Abendkasse oder in der Woche zuvor, jeweils in der großen Pause.
(Verweis auf Online-Beitrag in my heimat?)

à „Unsere kleine Stadt“ von Thornton Wilder. Theaterprojekt der 10. Klasse Thornton Wilder „unsere kleine Stadt
Freitag, 11. Juni, 20.00 Uhr
Samstag, 12. Juni, 14.00 Uhr
Sonntag, 13. Juni, 20.00 Uhr
Das Stück wurde unter dem englischen Originaltitel „Our Town“ 1938 von Thornton Wilder verfasst. „Auf den ersten Blick scheint das Stück eine Art Milieustudie über ein Dorf in New Hampshire zu sein. Genauer betrachtet ist es jedoch eine Meditation über die Schwierigkeit – wie es im Stück heißt – das Leben zu verstehen, während man lebt.“ Thornton Wilder

à Lichterfest
Samstag, 13. November 2010

Näheres über die Freie Waldorfschule Landsberg (Konzeption, Schulgebühren, Nachmittagsbetreuung, Kindergärten im Landkreis etc.) unter www.freie-waldorfschule-landsberg.de oder im Schulbüro: Tel.:
08191 9493-0


Die Feste, Theateraufführungen, Konzerte und Vortragsreihen an der Freien Waldorfschule sind weithin beliebt. Nicht nur Eltern, Schüler und ihre Angehörigen, auch viele Bürger der Stadt Landsberg und Umgebung nutzen dieses Angebot rege. Auch für viele ehemalige Schüler und Freunde der Schule sind diese Gelegenheiten willkommene Anlässe, ihrer alten Schule regelmäßig einen Besuch abzustatten.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 13.09.2010
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