prächtige Bilder des Fronleichnams
Und worum geht es bei Fronleichnam eigentlich? (Ich habe das mit meinen Damen im Seniorenheim diskutiert):
Fronleichnam leitet sich von althochdeutsch „fro/n“ (Herr), „liknam“ (Leib), also: Leib des Herren ab.
Dieses katholische Fest der leibhaften Gegenwart Christi im Altarsakrament wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert.
Martin Luther war ein Gegner des Fronleichnamsfestes. Klar, der Katholik muss glauben, dass z. B. das Brot in der Messe in den Leib Christi gewandelt wird. Es finde eine Transsubstanziation statt, dogmatisierte die katholische Kirche. Luther hingegen lehrte, dass dies nicht in der Weise geschehe, sondern dass Christus "nur" anwesend ist. Sein Zeitgenosse, der Schweizer Zwingli, ging noch weiter, indem er lehrte, dass es sich nur um einen symbolischen Akt handele: "Dies sei – nicht dies ist - mein Leib ...".
Im katholischen Konzil von Trient (1545 ...) wurde das Fronleichnamsfest zu einer gegenreformatorischen Aktion bestimmt – eigentlich verfremdet. In unserer Zeit, die nach Ökumene ruft, ist Fronleichnam mit seiner barocken äußeren Form eine Demonstration des Brauchtums und (vielleicht?) auch des Christseins.


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