zu viel Milch - zu wenig Geld

von Dietrich Kothe aus Landsberg am Lech | am 11.09.2009 | 152 mal gelesen | 4 Kommentare | 0 Bildkommentare | 0 Bilder

Zur Meldung, dass der Versorgungsgrad bei Milch 200 % beträgt – und dass die Staatsregierung eine Milch-Werbekampagne gestartet hat – und dass die Aigner Ilse in Brüssel Pech gehabt hat.

Z’viel Milli gibt’s und z’wenig Geld für dee Millibauern

Doppelt soviel Milli zuzelns aus ihre Küh, als wie man überhaupt braucht. Und der Preis dafür wird allerweil minder. Jetzt hört man, dass dee Politik eine Werbung macht für dee Milli. Aber soviel kann ma gar nicht wegsauf’n, dass es wieder stimmt.
Da mach’ ma lieber eine Millimadlrechnung auf: Halb so viel Küh und halb so viel Arbeit und halb so viel ´neisteckets Geld: Dees bringert doppelt so viel fürn Liter Milli - vielleicht.
Wär’ dees nix: Das gleiche Milligeld zum Ultimo für’n halbert’n Aufwand?
Und wenn dazu dee Hobbyfarmer und dee G’wohnheitsbauern von ihre paar Küh keine Milli mehr schüttert’n, nacher wär’s aufs Ganze noch besser.
Aber wenn’s so einfach wär’, liebe Leut’!
Weil, da müsserten alle mitmach’n beim Runterfahr’n. Und zwar net bloß mit ein paar Woch’n Milli wegschütt’n. Wenn’s was bringen soll, dann müssert dees radikal organisiert werd’n. (So schlecht ist dees Kontigent nicht – wenn’s bloß g’scheit anpackt word’n wär: net ´nauf, sondern runter g’fahrn. Und wer mehr schütt’, als wie ihm zusteht, soll selber schau’n, was er damit macht – auf’n Markt darf’s nicht.)
Aber dees wär’ eine Kommandowirtschaft und schon gar ein Sozialismus. Und keinen solchernen woll’n wir überhaupt nicht. Aber keine schiere Marktwirtschaft woll’n wir auch nicht mit’m Angebotnachfragepreis, weil dees ist eine Brutalität.
Nacher schimpf ma halt weiter aufn Aldi und zuz’ln dee Milli als wie allerweil. Vor der Wahl ändert sich eh nix. Und schuld sind sowieso die da drob’n in der EU.
„Waxen oder weichen“, hast noch im Ohr und die Sprüch’ vom Berater: „Wennst mit 30 Küh’ z’wenig Einnahm hast, dann stellst halt 60 ´nei. Stockst auf übers Bankkonto!“
Und freilich is’ da ja der große Stall und’s Viech, wo ma von 5000 auf 10000 Liter naufzücht’ hat (auch wenn’s wengn dem jetzt bloß noch 4 Kaibi lang durchhalt’n). Runterfahr’n kannst einen solchen heiß’n Ofen nicht. Und überhaupt: Wenn man ein jedes zweite Milliviech dem Metzger gäbert’, dann brechert’ der Fleischpreis z’amm.
Also, nacher schind’n wir uns halt weiter.
Ein bissl einen Trost gibt’s ja noch: Von der z’vielen Milli hat allerweil noch der Steuerzahler etliches z’ammkauft und ein Millipulver draus g’macht und auf Afrika ´nunter. Denn was brauch’n die ihre eig’nen Millibauern? Die soll’n sich ihr Milli aus unserm Pulver z’ammpanschen. Und eine Ruh’ ist mit dene.
Aber vielleicht kommt doch noch der heilig’ Geist runter zu die Verbandler und die Politiker. Und es g’schieht ein Wunder: Geist mit Dir, Du Land der Bauern, Ackererde, Milliland!
Pfüagood

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4 Kommentare zum Beitrag
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 12.09.2009 um 15:56 Uhr  
807
Dietrich Kothe aus Landsberg am Lech am 12.09.2009 um 17:00 Uhr  
20.630
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 12.09.2009 um 18:51 Uhr  
807
Dietrich Kothe aus Landsberg am Lech am 13.09.2009 um 16:46 Uhr  
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