Führung durch die Untertageanlage in der Welfenkaserne

Am 16. April folgten 14 Damen und Herren einer Einladung der Frauenunion Landsberg und besuchten den Iglinger Bunker, die Untertageanlage in der Welfenkaserne.
Dieses Monument unserer Zeitgeschichte ist zu einem Drittel oberirdisch und zu zwei Dritteln unterirdisch angelegt. Heute wird es durch die Bundeswehr genutzt, die dort ihre Instandsetzung für Flugzeugelektronik der Luftwaffe untergebracht hat.
Um 9 Uhr wurde die Gruppe von Herrn Oberstleutnant Dipl.-Ing.(FH) Gerhard Roletscheck empfangen und begrüßt.
Vor der Besichtigung der Untertageanlage hielt Oberstleutnant Roletscheck, als Experte dieses Bauwerks, einen informativen Powerpoint Vortrag, in dem er über die Geschichte des Iglinger Bunkers von seiner Entstehung an bis heute referierte.
Nach einem kleinen Imbiss erfolgte dann die Führung durch die Anlage. Besonders beeindruckend war die Ausstellung zum Thema des Holocaust, die sich im 3. Untergeschoss befindet.
Hier konnte die Gruppe der Besucher vertiefen, welches Leid den jüdischen Häftlingen widerfuhr, die zur Erstellung des Bunkers im zweiten Weltkrieg in 11 Konzentrationslagern in Landsberg, Hurlach, Kaufering, Utting und Türkheim, als Außenlager von Dachau, interniert waren.
Tausende verloren dabei durch Krankheit und Auszehrung ihr Leben.
Am Ende des Besuchs in der Welfenkaserne bestand die einhellige Meinung, dass eine Lösung zum Erhalt des Bunkers und der Ausstellung gefunden werden müsse, ist doch die Schließung dieser Anlage für das Jahr 2014 geplant.
Heike Roletscheck

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Jenny Franz aus Stadtbergen am 30.04.2010 um 09:48 Uhr  
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