Erstes Netzwerktreffen als Voraussetzung für die Erstellung eines Aktionsplans für den Landkreis Landsberg

Ablauf des Netzwerktreffens
Auf Einladung des Inklusionsbeirats des Landkreises Landsberg am Lech fand am 07. Juli im Sitzungssaal des Landratsamtes unter der Leitung der Behindertenbeauftragten des Landkreises Barbara Juchem ein Netzwerktreffen Inklusion statt. Eingeladen waren alle Organisationen und Institutionen, die sich im weitesten Sinne mit der Thematik Inklusion beschäftigen. Gekommen waren 50 Personen aus verschiedenen Einrichtungen und Vertreter aus den Gemeinden. Die Veranstaltung wurde von Kreisrätin Monika Groner, GAL moderiert.
Zunächst war ausreichend Raum für gegenseitiges Kennenlernen gegeben. Besonders interessant waren hierbei die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der einzelnen Teilnehmer.
In Kleingruppen gab es anschließend eine umfassende Bestandsaufnahme der Stärken und Schwächen der Inklusion im Landkreis.
Als Stärken wurde z.B. erkannt, dass in der Fachbasis ein starker Wille, Offenheit und Bereitschaft zur Bearbeitung des Themas im Landkreis erkennbar ist. Es bestehen bereits vielfältige Beratungsangebote.
Folgende Schwächen haben sich vor allem herausgestellt: Es fehlt bezahlbarer, barrierefreier Wohnraum, fehlende Unterstützung im Schulalltag, fehlende Arbeitsplätze für Menschen mit den verschiedensten Behinderungen, mangelhafte Situation im ÖPNV, Informationsdefizit und fehlendes Bewusstsein in der Bevölkerung.
Darauf basierend wurden im Rahmen eines World Cafés Ideen für zukünftige Maßnahmen entwickelt.
Als besonders dringende Maßnahmen nannten die Teilnehmer die Verbesserung des ÖPNV Angebots, eine einheitliche Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung und barrierefreien Wohnraum.
Großen Zuspruch fand der Vorschlag von Monika Groner, im nächsten Jahr eine Woche der Inklusion mit Vorträgen, Filmen, Theateraufführungen, einer Themenwoche in Schulen und Kindergärten, Schnupperpraktika für Menschen mit Behinderung in Betrieben, Ausstellungen, Tag der offenen Tür in Einrichtungen, Plakataktionen uvm. Diese Aktionen sollten flächendeckend auch in den ländlichen Gemeinden stattfinden.
Die Teilnehmer äußerten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung, waren von der kommunikativen Atmosphäre begeistert und waren erstaunt, wie schnell ein 4-stündiger Workshop zu Ende gehen kann.
Es wurde der Wunsch geäußert, in regelmäßigen Abständen derartige Netzwerktreffen zu wiederholen. Die Teilnehmer hielten es aber auch für wichtig, in kleinen Arbeitskreisen intensiv Schwerpunktthemen zu bearbeiten.
Der Inklusionsbeirat wird die Ergebnisse in seiner nächsten Sitzung noch im Juli auswerten und erste Maßnahmen für den Haushalt 2015 vorschlagen.
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