Novemberstrophen
Nach der Lektüre von Jean-Paul Sartres
"DAS SEIN UND DAS NICHTS"
Der Tod lebt
von den Jahren. Sauft
uns die Farbe aus den Blütenkelchen.
Aber eher setzt sich alles Tönen
in Sagen um: Als dass die
schmalen Rosenstraßen uns
in ferne Ziele führen.
Der Tod kommt
aus dem Nichts. Er tanzt
auf Schlagrahmwolken mit den Weibern:
Die ihm ihre Kinder lieben.
Aber eher tuscheln die Äcker sich
den Erntesegen zu: Als dass
noch so heiße Tränen uns
zu einem Hort des Lebens fließen.
Der Tod bläst
den Seelenwind. Und
schlägt mit jedem Atemzug
die Fuge Nacht.
Aber eher silbt das Wort
das Sinnen auf: Als dass
dem dunklen Niemandsland
lichtsteile Orgelpfeifen sprießen.
Hannes Kothe-Opperau

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