Lebenshilfe baut Insektenhotel.

Kindergruppe der Lebenshilfe Landsberg beim Bau eines Insektenhotels
Hotels gibt es viele in Landsberg. Insektenhotels sind eher die Ausnahme. Das nahm sich eine Jugendgruppe der Lebenshilfe Landsberg zum Anlass ein Insektenhotel selbst zu bauen. Es war ein lehrreiches Gemeinschaftswerk für sechs Kinder, einzelne Nisthilfen anzufertigen und dann in einem Insektenhotel wie in einem Setzkasten zusammen zu fügen. Nicht nur in der freien Natur, gerade auch in einer Gartenanlage helfen viele "Nützlinge" wie Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer durch Bestäubung das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Zudem sind viele Arten kostenlose biologische „Schädlingsbekämpfer“.

Eine Bauanleitung wurde im Internet schnell gefunden. Die eigentliche Konstruktion besteht aus Vierkantpfählen, die mit Einschlaghülsen auf ca. 1,80 m Höhe ab Erdboden wie die Streben eines Regals in einem länglichen Rechteck eingeschlagen werden. Danach werden die Seiten mit Leimholzplatten verschraubt und innen mit Regalbrettern ausgefacht. Obendrauf kommt ein Giebel- oder Pultdach. Unter fachkundiger Anleitung der Anlagenverwalterin, Brigitte Schneider vom Kleingartenverein Landsberg bohrten, sägten, hämmerten und schraubten die Jungs und Mädchen. Das fertige Bauwerk wurde dann am Gerätehaus in der Anlage, Max-Friesenegger-Straße befestigt. Es könnte aber auch frei stehen.

Als nächstes wurden die Module gefertigt, um sie danach in die vielen Zimmer des Hotels einzusetzen: Eines aus Hohlziegel, deren Löcher mit Schilfhalmen gefüllt werden. Eines aus Eierschachteln oder Teilen von Geräteverpackungen. Ein anderes aus einer Blechdose, die mit Schilfhalmen oder Markstängeln gefüllt ist. Schilfrohrgeflecht, gut getrocknete Baumscheiben, Scheitholz mit Bohrlöchern, dünne Äste, Reisig, Lehmklötze und Lochziegel füllen im Weiteren die einzelnen Zimmer für unterschiedlichste Insekten.

Mit viel Engagement werkelte die Jugendgruppe bis jedes Zimmer eingerichtet war. Als Belohnung gab es bei der sogenannten Hoteleröffnung eine zünftige Brotzeit mit Cola und Kuchen oder Würstel mit Brezen und alle freuten sich über den Erfolg.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 21.06.2014
myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 09.01.2015
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