Landsbergs Bepflanzung
Landsberg hat es immer mit Bepflanzungen.
Da gab es zum Beispiel die "Palmenverordnung". Das heißt, es dürfen auf öffentlichen Flächen keine Palmen stehen. Was bis dato einige Straßencafes gemacht hatten, sehr gut aussah und ein angenehmes Flair in eine 100% zugepflasterte Fläche brachte. Dieses Jahr stehen ein paar Buxbäumchen rum und diese Fläche sieht aus wie ein Altersheim. Die Stadt ruft auf, doch alles nett zu bepflanzen um den Touristen ein einheitliches bayerisches Bild zu bieten.
Dabei hat Bayern das Y den Griechen und der Liebe eines bayerischen Königs zu Griechenland zu verdanken. Und da gibts auch Palmen. Zugleich gibt es am Marienbrunnen am Hauptplatz oft Pflanzen zu entdecken, die nicht hier her gehören.
Aber mein eigentlicher Ärger, kaum geht man in die Gassen, lässt die Bemühung der Stadt nach, sich um eine Bepflanzung zu kümmern. Seit dem Kanalbau letztes Jahr gibt es zum Beispiel hier eine unschöne Fläche. Und es kommen nicht wenig Touristen hier vorbei, die alle etwas verwundert sind.
Anfragen und Anstösse werden entweder nicht beantwortet oder auf unbestimmt verschoben.
Ich bin denn gespannt, was gepflanzt wird, ob es für die Natur wertvolle Pflanzen handelt, oder um pflegeleichtes Gestrüpp, über dessen Wert man sich streiten kann.
Man könnte soviel lebendige Kleinräume schaffen, die durchaus auch notwendig sind. Die Stadt ist Lebensraum und Zufluchtsort für viele Insekten, vor allem wenn es im Umfeld intensive landwirtschaftliche Nutzung gibt. Eine sinnvolle Bepflanzung, und sei die Fläche noch so klein, ist ein Beitrag zum Artenschutz. Doch wird hier, wie so oft, Hoffnung und Realität auseinander klaffen.



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