Landsberg - Bepflanzung der Zweite Akt

Es hat lange gedauert, bis sich die zuständige Stelle in Landsberg dazu durchgerungen hat, eine Bepflanzung am Seelberg vorzunehmen.
Die Vorgeschichte in Kürze: Am Seelberg wurden letztes Jahr Kanalbauarbeiten durchgeführt. Dabei wurde die Bepflanzungsfläche entfernt und bei der Neupflasterung wieder hergestellt. Die alte Bepflanzungsfläche war schon ein Schandfleck im Hinblick auf Ökologie und Wohlfühlfaktor.

Die zuständigen Behörden wurden angeschrieben, dass man bei der Neubepflanzung doch auf heimische Pflanzen zurückgreifen könnte, eine ökologisch wertvolle Kleinfläche schaffen könnte. Auch wurde das Angebot unterbreitet, dass man das in Eigenregie machen könnte, man müsste nur die Freigabe dafür bekommen. Geschehen ist lange nichts. Siehe auch erster Artikel über dieses Thema.

Der zweite Akt, etwa Mitte Juni, die Stadt kam, schüttete ein Kies-Erde-Gemisch auf die Fläche, die Bepflanzung erfolgte 2 Tage später.
Wenn diese Bepflanzung nun der typischen heimatlichen Bepflanzung entspricht, dieses ökologisch wertvoll sein soll und dann (was man sowieso nicht erwartet), so gestaltet ist, dass man sich wohlfühlen kann; dann möchte man am liebsten die Koffer packen und mir eine neue Heimat suchen.
Ich bin bei weitem nicht der einzige, der diesen Vorgang mit Kopfschütteln betrachtet, es sind fast alle aus dem Umkreis. Aber auch solche Sätze wie: "typisch Landsberg - Lachnummer" und anderes ist zu hören.
Ganz Deutschland spricht von Artenreichtum- und Erhalt. Scheinbar geht das an den Verantwortlichen in Landsberg vorbei, denn hier hätte mit geringem Aufwand gezeigt werden können, dass Artenreichtum vor der eigenen Türe anfängt und nicht irgendwo da, wo zufällig der Zeigefinger hindeutet.

Auch in einer anderen Landsberger Zeitschrift wurde ähnliches zum Thema von einem Politiker veröffentlicht. Es gibt ja die "Palmenverordnung", die besagt, dass es verboten ist, z.B. eine Bepflanzung auf öffentlichen Flächen vorzunehmen, die nicht auf typische Landsberger Pflanzen beruht, sprich Buchsbaum und Geranien. Um das Umzusetzen stellt jetzt sogar die Stadt für viele tausend Euro einheitliche Pflanzkübel mit einheitlicher Bepflanzung zur Verfügung.
Für mich ist Heimat nicht Einheitsbrei sondern Harmonie.

Wen es interessiert, Bayernweit wurden jetzt die Symbolpflanzen vom LBV ermittelt.
http://www.lbv.de/artenschutz/symbolpflanzen.html

Das Foto zeigt den Pflanzzustand am 20. Juni.
Die Pflanzen selbst sind am absterben.

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Dietrich Kothe aus Landsberg am Lech am 22.06.2008 um 19:38 Uhr  
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