SPD-60plus-Kulturfahrt nach Buxheim und Illerbeuren.

Chorgestühl in der Kartäuserkirche Buxheim
Die Arbeitsgruppe 60plus der Landsberger SPD lud zum Besuch der Kartause Buxheim und in das älteste Freilichtmuseum Bayerns in Illerbeuren. Nach knapp einer Stunde Fahrt führten Frau Nasko und Frau Klimer von der Museumsleitung der Kartause Buxheim 50 Kulturbegeisterte durch eines der größten Klöster Deutschlands. In zwei Gruppen ging es durch die 1402 von Kartäusermönchen aus Christgarten bei Nördlingen gegründete Kartause in Buxheim. Nach den extrem strengen Regeln des Kartäuseror-dens verbrachten die Mönche ihr Leben abgeschieden in Meditation und Gebet. Jeder Mönch besaß ein eigenes, kleines Häuschen – die sogenannte Eremitenzelle – in der sich das Leben der Mönche abspielte. Diese Erimitenzellen, insgesamt 22, sind jeweils an den großen Kreuzgang oder den Kartausergarten angebaut. Das Herzstück des Klos-ters, die Kartäuserkirche und das darin befindliche frühbarocke Chorgestühl, eine meis-terliche Schnitzarbeit von Ignaz Waibl (1684 – 1690), sind eine Besichtigung wert. Auch von den beiden Brüdern Johann Baptist und Dominikus Zimmermann, die wesentlich an der barocken Ausstattung der Kloster- und der Pfarrkirche St. Peter und Paul in den Jah-ren 1726 -1729 beteiligt waren, sind bedeutende Werke zu sehen.

Ein paar Kilometer entfernt steuerte Werner Gutmann, der Leiter der Arbeitsgruppe 60plus das älteste Freilichtmuseum in Bayern an. Die Museumsanlage präsentiert sich als Dorf im Dorf. Sie fügt sich gut in das Ortsbild von Illerbeuren ein, denn auch hier sind noch viele alte Bauernhäuser vorhanden. 32 sorgfältig eingerichtete Häuser zeigen das Landleben von den Alpen bis ins Ries und vom Bodensee bis ins Aichacher Land und dokumentieren ausführlich die bäuerliche Lebensweise bis in unser Jahrhundert. Ob-jekte aus über vier Jahrhunderten gewähren einen Einblick in unser kulturelles Erbe und den Wandel der Zeit. Im Museum sind Exponate wie ländliche Nutzfahrzeuge, landwirt-schaftliche Maschinen und Gebrauchsgegenstände bis hin zu einer Waffensammlung zu sehen. Sehenswert ist auch die Kapelle mit 50 schmiedeeisernen Grabkreuzen. Gut durchgefroren an diesem kalten Oktobertag fand die Gruppe im Museumsgasthaus Gromerhof, der eine schöne alte Wirtsstube besitzt, bei typisch schwäbischen Gerichten eine wärmende Bleibe bis zur Abfahrt des Busses.
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