Musikalischer Besuch aus der Hauptstadt - Akademisten-Quintett der Deutschen Oper Berlin am 7. November zu Gast im Rathausfestsaal

Landsberg am Lech: Rathausfestsaal | Die Deutsche Oper Berlin kommt nach Landsberg. Genauer sind es fünf Akademisten des renommierten Opernhauses, die sich auf Einladung des Fördervereins Rathauskonzerte am Samstag, 7. November, um 18 Uhr im Festsaal präsentieren werden. Sie werden Mozart, Beethoven und Brahms mit an den Lech bringen. Der Erlös der Veranstaltung kommt erneut der Anschaffung eines neuen Konzertflügels zu, die sich der Förderverein zur Aufgabe gemacht hat. Ein Mitglied des Akademistenensembles ist der Klarinettist David Schöndorfer, der aus dem Nachbarlandkreis Augsburg (Königsbrunn) stammt. Er wird seit Januar in der Bundeshauptstadt an der Deutschen Oper Berlin ausgebildet und ist der jüngste Sohn von LT-Redakteur Dieter Schöndorfer. Der nutzte die „Verbindung“, um dieses außergewöhnliche Quintett in den Festsaal des Historischen Rathauses zu bringen.
Wie in der Klassikszene nicht ungewöhnlich und bei entsprechenden Eliteeinrichtungen wie der Akademie der Deutschen Oper logische Konsequenz, ist das Akademistenquintett ein multinationaler Zusammenschluss in Sachen Musik. Die fünf Musiker stammen aus drei Nationen. Annette Köhler (Violine), David Schöndorfer (Klarinette) und Werner Stephan (Violoncello) kommen aus Deutschland, Malika Aziz (Violine) ist gebürtig in Uzbekistan und Joana Diaz Nunes (Viola) kommt, wie der Name es vermuten lässt, aus Portugal.
Das Orchester der Deutschen Oper Berlin widmet sich seit Jahrzehnten ganz besonders der Nachwuchspflege. Als eines der ersten deutschen Orchester überhaupt installierte es die Orchesterakademie, um angehenden Musikern die Möglichkeit zu geben, den „Alltag“ eines Berufsmusikers zu erfahren und sich ein großes Repertoire an Orchester- und Opernliteratur zu erarbeiten. Zahlreiche begabte junge Studentinnen und Studenten aus deutschen Musikhochschulen stellen sich dabei alljährlich den Auswahlkriterien eines Probespiels für die Orchesterakademie der Deutschen Oper Berlin. Nur wenige werden ausgewählt.
Der Pflege der Kammermusik kommt an der Deutschen Oper ein hoher Stellenwert zu. Deshalb werden die Akademisten in die Kammermusikreihe jeder Spielzeit mit einem eigenen Konzert integriert. Premiere für die Fünf war im Mai beim 6. Tischlereikonzert der Oper, wo sich die Akademisten neben einem sachkundigen Publikum auch den Kollegen aus dem Orchester präsentierten.
Von diesem Konzert im Mai bringen sie auch einen Programmteil für den Auftritt in Landsberg am 7. November mit. Beginnen wollen sie mit Wolfgang Amadeus Mozart und dessen leider unvollendeten wunderschönen Quintettsatz in B-Dur (KV Anhang 91).
Es folgt das Streichquartett von Ludwig van Beethoven, wie es der Name schon vermuten lässt, ein Stück, bei dem der Klarinettist David Schöndorfer den Streichern das Feld überlässt, um sich für den zweiten Teil des Konzerts vorzubereiten.
Der wird nämlich gänzlich vom genialen Spätwerk Johannes Brahms, dem Klarinettenquintett h-Moll, Opus 115, geprägt sein. Das beliebteste unter den Brahms-Stücken ist das Alterswerk des Komponisten voller Dichte und Komplexität, das auch zu den Lieblingsstücken der jungen Musiker zählt.
Da der Erlös des Konzerts in die Anschaffung eines neuen Flügels für den Rathausfestsaal geht, hat sich die VR Bank Landsberg-Ammersee bereit erklärt, die Veranstaltung vollständig zu unterstützen und es damit ermöglicht, die Musiker aus der Bundeshauptstadt zu verpflichten.
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