Keine Wallfahrt

Wandergruppe Postsenioren

Rund um Vilgertshofen ging die Sommer-Wanderung der Senioren von Post, Postbank und Telekom. Durch eine ausgedehnte Bilderbuchlandschaft von Mundraching über Vilgertshofen nach Pflugdorf führte die Route, die Werner Schnappinger dieses Mal aussuchte. Nach gut einer Stunde war Vilgertshofen erreicht und ein Besuch der Wallfahrtskirche durfte nicht fehlen.

Die Kirche „Zur Schmerzhaften Gottesmutter“ ist eines der wichtigsten religiösen Zen-tren im Landkreis. Obwohl die Kirche wegen Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten innen und außen vollständig eingerüstet war, konnte die Gruppe eine ausgedehnte Führung, fast wie am Ziel einer Wallfahrt, erleben.

Die Gründung der Kirche geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Sie war die Wallfahrts-kirche des Klosters Wessobrunn. Der 30-jährige Krieg ließ die Kirche verwahrlosen und erst 1674 wird die Wallfahrt von Wessobrunn wieder gefördert. Abt Leonhard III. lässt 1685 durch den Wessobrunner Baumeister und Stuckateur Johann Schmuzer ei-ne neue Kirche planen. Ihm ist es gelungen, Bau und Ausstattung der Kirche im harmonischen Einklang und einheitlicher Wirkung zu schaffen. Ein Wessobrunner aus Salzburg, P. Joseph Zäch, malte die Decken- und Brüstungsbilder. Das Hauptfresko im Chor ist von Johann Baptist Zimmermann. Franz Schmuzer fertigte 1718 − 1721 den Hochaltar; ihm wird auch der Ulrichsaltar im nördlichen Querarm der Kirche zugeschrieben. Das südliche Gegenstück, der Stephansaltar, ist ein Werk des Wessobrun-ners Thassilo Zöpf (1751). Mehrere dilettantische Restaurierungen und Übermalungen wurden 1967 – 1977 rückgängig gemacht. Auch ein nicht zutreffendes Deckengemälde im Vierungsraum wurde entfernt und durch das heutige Kreuzigungsfresko, einer Neuschöpfung von Karl Manninger, ersetzt.

Nach dem Besuch der Wallfahrtskirche durfte das obligatorische Gruppenfoto - bedauerlicherweise vor dem eingerüsteten Haupteingang - nicht fehlen. Weiter ging die Wanderung rund um das schöne Wallfahrtsziel ins Bürgerheim nach Pflugdorf. Ganz schön durchgefroren, den an diesem Tag ließ sich die Sonne nicht blicken, freuten sich alle auf eine ausgedehnte Brotzeit oder ein Mittagessen.

Eine Wallfahrtskirche ist in der Regel das Ziel einer Wallfahrt. Dieses Mal konnte Werner Schnappinger auf eine gelungene Wanderung zurückblicken, deren Mittelpunkt ein ausgiebiger Aufenthalt mit Führung in der Wallfahrtskirche „Zur Schmerzhaften Muttergottes“ war.
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