Kein Schiff wird kommen
Landsberg am Lech: Stadttheater Landsberg | Ein junger Autor hat den Auftrag erhalten, ein Stück über die Wende zu verfassen. Doch war er ein Kind, als die Mauer fiel und weit weg von Berlin, auf seiner Heimatinsel Föhr. Alles was er nun persönlich mit der Wiedervereinigung verbinden kann, ist der Auftrag ein „welthaltiges“ und „nachhaltiges“ Theaterstück darüber zu schreiben.
In der Hoffnung, sein Vater könne ihm als damals Erwachsener dabei helfen, sucht er ihn auf der Heimatinsel auf. Die langen Gespräche über die damalige Zeit skizziert er ohne Überzeugung mit. Plötzlich kommen latente Erinnerungen an seine Mutter bei den Gesprächen auf, die ihn weit mehr fesseln, als die damaligen Weltereignisse. „Kein Schiff wird kommen“ ist die Geschichte eines jungen Mannes, der ein politisches Drama sucht und eine Familientragödie findet.
Unter dem Motto „Ein Stück Arbeit an der Gesellschaft“ wurden junge Dramatiker gefragt, ihre Werke, zum Stückemarktwettbewerb 2009 des Berliner Theatertreffens, einzureichen. 303 aus ganz Europa wurden eingereicht. Dieses Stück hat einen der zwei begehrten Preise gewonnen. Nis-Momme Stockmann, der viele Umwege und Ausbildungen machte, bevor er an der UdK Berlin „Szenisch Schreiben“ studierte, gewann im gleichen Jahr auch den Heidelberger Stückemarkt und gehört heute zu einem der viel gespielten Dramatiker, der jungen Generation.
Die Uraufführungsinszenierung in Stuttgart gehört immer noch zu den besten dieses Stückes. Mit viel Augenmaß und Mut hat Annette Pullen diese Produktion auf die Bühne gebracht, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Die 1974 geborene Regisseurin inszenierte bereits am Thalia Theater in Hamburg, am Schauspielhaus in Bochum, am Deutschen Theater in Berlin und vielen anderen.
Ein Stück neue Theaterliteratur eines beeindruckenden Nachwuchsautoren, dem man noch oft in der Uraufführung eines der ersten Häuser der deutschen Theaterlandschaft begegnen wird, die nicht mit den Klassikern sondern mit der neuen Dramatik das Theaterland Deutschland weiterbringen.
Von Nis-Momme Stockmann
Staatsschauspiel Stuttgart
In einer Inszenierung von Annette Pullen
www.staatstheater.stuttgart.de
Karten gibt es im Theaterbüro in der Schlossergasse 381a Montag bis Freitag von 10.00 bis 12.30 Uhr und am Donnerstag auch von 15.00 bis 18.00 Uhr unter 08191-128333 und kartenverkauf@landsberg.de sowie im Reisebüro Vivell Montag bis Freitag 9.00 bis 19.00 Uhr und am Samstag von 9.00 bis 14.00 Uhr unter 08191-917412 und tickets@vivell.net.


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