Karussell beim Landsberger Autorenkreis
Die zweimal im Jahr stattfindende Werkstattgespräch-Reihe hat sich mittlerweile als fester Bestandteil im Jahresprogramm des Landsberger Autorenkreises etabliert. Hier hat man als Schöpfer eines Textes die Möglichkeit, sich von anderen Autoren oder vom Publikum die Wirkung der eigenen Geschichte oder des eigenen Gedichts beschreiben zu lassen. Nach jedem gelesenen Text wird daher ausgiebig diskutiert, es werden Vorschläge gemacht oder Kritik und Anregungen gegeben.
Diesmal war der Begriff „Karussell“ als Thema des Werkstattgesprächs ausgewählt worden. Und dass dieses Stichwort die Phantasie anregt und zum Schreiben geradezu herausfordert, zeigt die Tatsache, dass sich nicht weniger als zwölf Autoren (Gerwin Degmair, Max Dietz, Joachim Giebelhausen, Helmut Glatz, Thomas Glatz, Heidi Kjaer, Carmen Kraus, Renate Langhammer, Maria Möhrle, Boris Schneider, Otto Stedele und Klaus Wuchner) mit ihren Texten angemeldet hatten.
Nach einer kurzen Einführung, in der Moderator Boris Schneider darauf hinwies, stets fair und begründet zu kritisieren, wurden die Texte, die zum Teil bereits im Vorfeld per E-Mail verschickt worden waren, vorgetragen. Vielfältig und abwechslungsreich waren die Geschichten und Gedichte, in denen das Karussell häufig als Sinnbild für die Zeit oder das Leben gesehen wurde, mitunter drehte es sich auch als Gedankenkarussell im Kopf oder ließ sehnsüchtig heitere Kindheitserinnerungen aufscheinen. Von Nonsens über gefühlvolle Lyrik, von Mundart bis hin zur humorvollen Ballade offenbarten die Autoren ihre ganze Schaffensbreite, so dass auch die Zuhörer auf ihre Kosten kamen. Es wurde eifrig diskutiert und analysiert, und mancher Autor mag die eine oder andere hilfreiche Anregung mit heimgenommen haben.
Interessierte Zuhörer, die Einblicke in die Schaffenswelt eines Autors bekommen wollen, müssen sich diesmal etwas länger gedulden, denn das nächste Werkstattgespräch, für das noch ein „zündendes“ Thema gesucht wird, soll erst wieder im Oktober stattfinden.




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