Die Höhepunkte der „Landsberger Konzerte 2008“
Der neue Flyer „musica sacra 2008“ ist erschienen und gibt einen Überblick über die Kirchenmusik in der Heilig-Kreuz-Kirche und die Hauptveranstaltungen der „Landsberger Konzerte 2008“.
Dabei stehen im Zentrum der kirchenmusikalischen Arbeit unter Leitung von Johannes Skudlik vier große Aufführungen mit Chor und Orchester an den wichtigsten Festen des Kirchenjahrs, beginnend mit Mozarts „Krönungsmesse“ am Ostersonntag (23. März.). Die 8-stimmige Messe von Georg Muffat ist ein herausragendes Werk der so genannten „Alten Musik“ und erklingt als Landsberger Erstaufführung am Pfingstsonntag (11. Mai). Ebenfalls mit 8-stimmigem Chor, dazu mit 15 Bläsern, ist die Große Messe e-moll von Anton Bruckner besetzt. Dieses selten zu hörende Werk wird am Kirchweihsonntag (19. Oktober) aufgeführt. Und in der Christmette am 24.12. erklingen nach schöner Tradition Chöre aus Bachs Weihnachtsoratorium.
Johann Sebastian Bach wird aber heuer auch mit einem exquisiten Konzertzyklus im Juni geehrt. Unter der Überschrift „Landsberger Bachtage 2008“ finden vier Konzerte in Heilig-Kreuz statt.
Den Beginn macht am 1.6. das Ensemble „Singer Pur“, ein vielfach mit dem „Echo Klassik“ und anderen Preisen ausgezeichnetes Vokal-Sextett der Spitzenklasse. Eine Sopranistin und fünf Männerstimmen: Sie singen in ihrem eigens für Landsberg konzipierten Programm Werke, die von J.S. Bach komponiert oder inspiriert wurden.
Am 7.6. spielt Johannes Skudlik auf einem Pedalflügel Werke von Bach, Schumann und Liszt. Ein Pedalflügel ist quasi ein Doppelflügel mit Manual und Pedal. Mozart besaß ein solches Instrument, Schumann komponierte etliche Werke dafür, die heute meistens behelfsmäßig auf der Orgel interpretiert werden. Das Instrument, von der italienischen Firma Borgato hergestellt, war bisher in Deutschland nicht zu hören. Ein besonderes Ereignis also am 7.6. in Heilig-Kreuz.
Ein weiterer großer Höhepunkt dann am Sonntag, 15.6.: Bachs „Hohe Messe in h-moll“, eine der bedeutendsten Messvertonungen überhaupt und in Landsberg erst einmal (nämlich 1989, auch damals unter der Leitung von J.Skudlik) aufgeführt. Diesmal wird die Interpretation in größtmöglicher Authentizität stattfinden, die nicht auf opulente Klangpracht, sondern auf schlanke Durchsichtigkeit setzt: Es singt Skudliks Vokalsolistenensemble „Europa antiqua vocal“, und es spielt eines der führenden Originalklang-Ensembles Europas, nämlich das Londoner „Orchestra of the Age of Enlightenment“, mit dem auch Sir Simon Rattle als „Principle Guest Conductor:“ häufig zusammenarbeitet.
Den Schlusspunkt der „Landsberger Bachtage“ bildet ein „Bach-Nachtkonzert“ am 28. Juni. Von 19 bis 23 Uhr erklingen dann in der Heilig-Kreuz-Kirche sowie im Innenhof des Heilig-Geist-Spitals lauter Lieblingsstücke aus dem unermesslichen Reichtum des Bach-Gesamtwerks in lockerer Folge: Motetten, Kantaten, Kammermusikwerke und Orchesterstücke, z.B. die berühmten „Brandenburgischen Konzerte“.
Nähere Informationen zu sämtlichen Konzerten und die Möglichkeit zum Kartenvorverkauf gibt es demnächst auf www.landsbergerkonzerte.de.
Der traditionelle „Landsberger Orgelsommer“ muss wegen der Renovierung der Himmelfahrtskirche vorerst leider ausfallen. Johannes Skudlik organisiert jedoch derzeit einen „Bayerischen Orgelsommer“ mit Stationen in den schönsten Kirchen und an den bedeutendsten Orgeln in Bayern (z.B. Augsburg, Nürnberg, München, Passau, Dinkelsbühl u.a.), darunter ein Termin auch in Landsberg. Am Vorabend von Mariä Himmelfahrt, also am 14.8., gibt es daher ein Orgelkonzert an der historischen Simnacher-Orgel in Heilig-Kreuz.



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