Die Gedanken sind frei ...

Der Landsberger Autorenkreis lud wieder zur monatlichen freien Lesung ins Copacabana in der Erpftinger Straße.

Mit dem alten Studentenlied, dass die Gedanken frei seien und sie niemand erraten könne, sang Hannes Kothe-Opperau die Sitzung an. Er forderte dazu auf, dass dennoch versucht werden sollte, Aussage und textliche Gestaltung zu entdecken bzw. seitens der Vortragenden aufzudecken.
Mit Wolf Wondratscheks „Am liebsten singt Liebe vom Leben, / Am schönsten besingt sie den Tod“ führte Kothe-Opperau in die Auslegung ein und ließ seinen kurzen Vortrag in den Hinweis auf Romeo und Julia münden.

Wer aus seiner Schreibwerkstatt etwas anzubieten hatte, trug sich eingangs auf ein Kärtchen ein, das dann von einem „Poetikelf“, dieses Mal in der Gestalt von Frits Schmid, gezogen wurde.

Hans Schütz trug seine ironische Obduktion der literarischen Modeerscheinung des Krimischreibens vor.
Gerda Regele las über ihre Gedanken zu Freiheit und Erziehung am konkreten Fall „Markus“.
Ihr Ehemann Herbert Regele intonierte seine Gedichte zum Ruethenfest sozusagen in Orff’scher Sprechweise.
Nach einer kurzen Pause brachte Renate Exsz fantastische Abfolgen aus ihrem noch nicht veröffentlichten Märchen zu Gehör.
Und schließlich rezitierte Frau Molina aus dem autobiografischen Roman ihres Mannes Juan Molina Céspedes „Auf der Suche nach dem ersehnten Hafen“. Dieser „Kreuzweg“ eines durch seine Lebensumstände durch die Welt Gejagten stieß – wie die anderen Vorträge auch - bei den Zuhörern auf großes Interesse.

Mit dem Dank an die Zuhörer, darunter auch Barbara Kerbel von der Bayernredaktion der SZ, und an die Vortragenden konnte die Sitzung geschlossen werden. Natürlich erging auch hier wieder der Appell, zahlreich zu den nächsten Veranstaltung am 4., 7. und 29. September zu erscheinen. Nicht fehlen durfte der Hinweis auf Helmut Glatz’ neues Buch „Wanderer in Schattenwelten“.

Verfasser: Hannes Kothe-Opperau, 4. August 2007

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