Der Blaue Reiter ist fegallen

Wann? 15.03.2015 19:00 Uhr

Wo? Stadttheater Landsberg am Lech, Schlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech DE
(Foto: Heiner Bontrup)
Landsberg am Lech: Stadttheater Landsberg am Lech | Ein multimediales Theaterstück über Franz Marc und Else Lasker-Schüler
Das Stück von Heiner Bontrup über die bewegende Freundschaft zwischen der expressionistischen Dichterin Else Lasker-Schüler und dem Blaue Reiter-Maler
Franz Marc versetzt den Zuschauer auf magische Weise an den Beginn des vergangenen Jahrhunderts, die “Belle Epoche“.

Kultur und Technik schwingen sich zu ungeahnten Höhen auf. Doch am Horizont der Zeit ziehen bereits düstere Wolken auf: apokalyptische Visionen, die den Weltenbrand des Ersten Weltkrieges vorwegahnen. Wir erleben die Träume und Hoffnungen, aber auch die Irrtümer der expressionistischen Generation. Europa zwischen 1900 und 1914: eine Welt im Umbruch. Mitten in diesen Umbruchbewegungen finden sich Else Lasker-Schüler und Franz Marc. Sie schreiben einander viele Briefe und Karten voller Poesie. Franz Marc zieht in den Krieg und fällt 1916 an der Westfront. In ihrem Nachruf auf den großen Maler und Freund schreibt Else Lasker-Schüler: „Der Blaue Reiter ist gefallen.“ Europa am Abgrund.
Die multimediale Inszenierung nimmt die Zuschauer mit in ein perfektes Zusammenspiel von Bild, Text, Ton und Tanz. Über eine breite Leinwand-Kulisse ziehen FrankN´s surreale Videoprojektionen: Zeppeline, Flugzeugriesen, Ozeane, Schlachtfelder. Man sieht Briefe und Zeichnungen der Dichterin und Franz Marcs Bilder des Friedens. In diese visionäre Bilderflut fügt sich eine sensitive musikalische Ausgestaltung durch Jan Marc Reichow (Klavier) und Charles Petersohn (Keyboard), und die Suggestivität von Bild und Ton setzt die brasilianische Tänzerin und Jazzsängerin Gilda Rebello kongenial in Bewegung um. Sie spielt die Dichterin neben einem ebenso elementaren Schauspieler der Wuppertaler Bühnen als Franz Marc. Als Sprecherin fügt Claudia Gahrke das Spiel eindringlich zusammen. Der Abspann zeigt eine Liste der Gefallenen. Gilda Rebello verkündet die Totenklage auf einer afrikanischen Nachrichtentrommel und gestaltet zu John Cages “Landscapes“ einen schönen, melancholischen Abgesang – mit einem Ausblick auf Hoffnung.
Das Stück wurde im Mai 2014 im Kunstmuseum Solingen / Zentrum für verfolgte Künste uraufgeführt. Eine Produktion im Auftrag der Else Lasker-Schüler Gesellschaft.
Gilda Rebello Schauspiel, Tanz, Gesang
Jan Marc Reichow Klavier
Charles Petersohn Keyboard, Sounds
Hans Richter Sprecher
Claudia Gahrke Sprecherin
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.landsberger | Erschienen am 21.02.2015
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