Blaskapelle Schöffelding siegt beim Bayerisch-Böhmisch-Wettbewerb

Die Sieger im Bayerisch-Böhmisch-Wettbewerb samt Juroren und Sponsoren

Ein voller Erfolg war der 2. Bayerisch-Böhmisch-Wettbewerb des Bezirksverbands Lech-Ammersee im Musikbund von Ober- und Niederbayern (MON). Neun Kapellen, bzw. Kleinbesetzungen hatten sich zum Wettstreit am 24. Februar in der Reichlinger Mehrzweckhalle eingefunden und die Jury kürte die Blaskapelle Schöffelding zum Sieger. Zweiter wurde die Musikkapelle Windach und den dritten Platz erspielte sich der Musikverein Kaufering.

Trotz des schönen Wetters war bereits am Nachmittag die Halle voll besetzt und die gut 300 Besucher konnten verfolgen, wie jede Kapelle zwei original bayerische und zwei böhmisch Stücke in einer Höchstbesetzung von 24 Musikern vortrug.
Der Bezirk Lech-Ammersee möchte mit dieser Veranstaltung insbesondere die originale bayerische Blasmusik fördern und die Kapellen ermuntern diese Melodien wieder in ihr Repertoire aufzunehmen. Bezirksleiter Wilfried Schmid, der den Wettbewerb ins Leben gerufen hatte, hat innerhalb des MON dafür geworben, dass auch in anderen Bezirken derartige Wettbewerbe stattfinden und sich dabei die Ensembles für den Bayerisch-Böhmisch-Wettbewerb des MON qualifizieren. Geschafft haben diese Qualifikation die Kapellen aus Schöffelding, Windach und Kaufering, die den Bezirk Lech-Ammersee am 18. Oktober beim MON-Wettbewerb vertreten werden.
Die Jury, bestehend aus Franz Haidu (Münsing, Marschmusikbeauftragter des MON, ehem. Tubist bei Ernst Mosch), Gerhard Fink (Reisch, Musiklehrer, 1. Posaunist der Egerländer Musikanten) und Thomas Greiner (Habach, Dirigenten, Komponist und Arrangeur) hatte es nicht leicht, nach der Vorrunde die 5 Kapellen zu ermitteln, die abends in der Endrunde antraten. Hier mussten nochmals zwei bayerische und zwei böhmische Stücke vorgetragen werden, wobei aber zwei neue Titel dabei sein mussten. Am Ende mussten sich die Juroren über eine halbe Stunde beraten um den Sieger und die weiteren Platzierungen zu ermitteln. Wichtigste Wertungskriterien waren die Originalität der Stücke, das Stilistikempfinden, Phrasierung und Dynamik der Vorträge sowie der Gesamteindruck der Kapelle.
Letztlich kam die Jugend der Musikkapelle Windach unter der Leitung von Barbara Schmid auf den 5. Platz, den 4. Platz erreichte die Musikkapelle Pflugdorf-Stadl (Dirigent Andreas Grandl). Die Siegerkapelle Schöffelding (Leitung Helmut Gläserke) erhielt einen Geldpreis von 300 Euro, die Zweitplatzierten Windach (Leitung Andreas Langanki) konnten sich über 200 Euro und die Kauferinger (Dirigent Andreas Kößler) über 100 Euro freuen. Sponsor der Geldpreise war das Landsberger BMW-Autohaus Reisacher. Landrat Walter Eichner, der die Ehrengaben für die Erstplatzierten und Urkunden für alle Teilnehmer gestiftet hatte, dankte den Kapellen für ihren Einsatz das ganze Jahr über und überbrachte dem Bezirk die freudige Mitteilung das der Landkreiszuschuss für die Jugendfortbildung angehoben wird. Bezirksdirigent Andreas Grandl, der sich bei allen Kapellen für das Mitmachen bedankte, meinte, dass alle Kapellen gewonnen hätte, zumindest aus der Probenarbeit und den Jurygesprächen. Außerdem duften sich neben den fünf Kapellen der Endrunde auch die anderen vier Teilnehmer (Musikverein Hofstetten-Hagenheim, Blaskapelle Rott, Musikverein Reichling, Blaskapelle Hohenfurch) über je ein 50-Liter-Fass König Ludwig Dunkel der Schlossbrauerei Kaltenberg freuen, das Gebietsleiter Bernd Schussmann im Auftrag von Prinz Luitpold von Bayern an die Teilnehmer überreichte.

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