Organisiert verschenken

Stadtrat Ludwig Kaiser, SPD eröffnet den Schenktag
 
Garbiele Helling bedankt sich bei Spendern und Sponsoren
Dieses Jahr gab es zum zweiten Mal in Landsberg die Möglichkeit, guterhaltene, gebrauchte - ja sogar neue Dinge - an andere Menschen zu verschenken und für sich selbst Sachen beim Schenktag kostenlos mitzunehmen.

Unter der Schirmherrschaft des SPD Landtagsabgeordneten Dr. Herbert Kränzlein fand der zweite Schenktag in Landsberg statt. Bereits um 10:00 Uhr war der Parkplatz vor dem Sportzentrum voll belegt. Volle Taschen, Kisten und Säcke wurden zur Warenannahme geschleppt. Mit viel Akribie sortierten etwa 20 ehrenamtliche Helfer die angelieferten Waren. Nicht alles fand Gefallen bei den Helfern, denn nicht entrümpeln war gemeint, sondern Freude bereiten mit Gegenständen, die keine Verwendung mehr finden, die noch gut erhalten und funktionstüchtig sind. So blieb auch nicht aus, dass der eine oder andere vermeintlich noch brauchbare Waren nicht abgeben konnte. Was zu groß ist, um leicht transportiert zu werden, konnte mit Foto auf einer Pinnwand an-geboten werden.

Ab 10:00 Uhr wurden die angelieferten Waren im Sportzentrum sortiert, kategorisiert und aufgestellt. Mittags war der Saal im Sportzentrum von unten bis oben vollgeräumt mit Geschenken. Gut sortiert, liebevoll hergerichtet warteten tausende kleine und große Dinge auf neue Eigentümer. Um 13:00 Uhr ergriff die Veranstalterin, Frau Gabriele Helling, das Wort. Sie bedankte sich bei den Spendern, den vielen ehrenamtlichen Helfern vom Roten Kreuz, dem Kino Kaufering sowie beim Hauptsponsor, der Landsberger VR-Bank, der die Kosten für die Raummiete übernahm. Ebenfalls galt ein großes Lob der Landsberger Hospizgruppe, die die Besucher mit Kaffee und Kuchen bewirtete.

Offiziell wurde die Veranstaltung vom Landsberger SPD Stadtrat Ludwig Kaiser eröff-net. Kaiser vertrat den Schirmherrn Dr. Kränzlein, der gerne selbst anwesend gewesen wäre, aber wegen anderer Termine nicht nach Landsberg kommen konnte. „Die meis-ten Menschen in unserer Gesellschaft haben keinen Mangel an materiellen Werten. Manchmal weiß man nicht mehr wohin mit den ganzen Sachen, die da so übrigbleiben. Die Kinder wachsen aus ihren Büchern und Spielsachen heraus, ältere Menschen ziehen in kleinere Wohnungen, junge Leute wollen ihren Hausstand verändern – und immer bleiben guterhaltene Dinge übrig. Ich denke mit Freude schenken ist ein tolles Motto des heutigen Schenktages. Und ein Zweites ist wichtig: mit Freude nehmen - das was sie brauchen können - in unbegrenzten Mengen - um Wünsche zu erfüllen - einen Bedarf zu decken – bis hin vielleicht einen neugegründeten Haushalt zu vervoll-ständigen,“ so Ludwig Kaiser.

Ich bin völlig durch den Wind gedreht war von Frau Helling zu hören. Mit einem derart großen Andrang, sowohl von Schenkenden als auch von Menschen, die sich beschenken ließen, hatte sie nicht gerechnet. Um 13:00 Uhr drängten sich bereits knapp dreihundert Bürgerinnen und Bürger durch den Eingang ins Sportzentrum.

Großes Engagement hatte Frau Helling für das Gelingen der Veranstaltung eingesetzt. Sie redete Telefone heiß, traktierte Mailserver und lief sich Schuhsohlen ab, um diese beeindruckende soziale Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ein Schritt in die richtige Richtung, um unserer Gesellschaft einen Impuls zu vermitteln, der einen nachhaltigen Gebrauch knapper werdender Ressourcen eindrucksvoll zum Ausdruck brachte. Viele große und kleine Besucher freuten sich über tolle Geschenke.
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