Tag gegen Lärm

Es gibt kaum einen Tag der so unnütz ist, wie der Tag gegen Lärm.
Kaum einen halbwegs egoistischen Menschen in unserem Lande wird dieses Thema groß interessieren. Wir sind ein Volk von Egomanen und Egoisten geworden, das sich nur noch für sich selbst interessiert. Wir setzen durch, was geht! Ganz egal ob die Menschen in der unmittelbaren Umgebung Stress haben oder nicht, völlig egal. Wir setzen alles ein was so an Baumaschinen und Heimwerkergeräten verfügbar und kaufbar ist. Freischneider, Presslufthämmer, Grasbläser etwa und die netten Geräte der Baubranche unisono und noch oben drauf, riesige Traktoren mit direkt verbundenen Holzhäckslern, wenn man dazu die Connections hat.
Bei 85 dbA geht da erst richtig das Herz auf. Wohlgemerkt in einem reinen Wohngebiet!
Das dann auch noch mit voller Absicht, um die Grenzen zu den Nörglern schon mal akkurat abzustecken.
Die „Häuslenachbarn“ ,die Besitzer, halten da ja sowieso still, weil genau sie vielleicht bei nächster Gelegenheit den gleichen Lärmterror, mangels Rücksicht und Intelligenz verbreiten wollen oder müssen. Als Mieter bist Du dann auch noch der volle Looser, weil Du es ja bisher nicht mal zu einem Haus gebracht hast.
Lärm ist Leistung und Lob! Da jubeln die Omas, kreischen die Mamas und selbst dem Dreijährigen drückt man schon mal eine HILTI in das noch schwache Händchen, um dem Deppen, der versucht sich gegen den Lärmterror zu wehren, schon mal die Zukunft aufzuzeigen.
Armes Deutschland. In einem Land, in dem es die größte Baumarktdichte der Welt gibt, ist dies allerdings nicht verwunderlich. Das ist der Kampf gegen HÄSSLICH, Yppiyahyahyippieyppieyeah.
Die einzige Branche, die sich zukunftsträchtig ins Fäustchen lacht, ist die der Hörgeräteakustiker. Nicht nur die Walkmans der Kiddis sonder auch die völlig unkontrolliert verwendeten „Lärmmaschinen der Gegenwart“ werden zukünftigen Generationen von Ohrenärzten fette Gewinne bereiten. Die Herzspezialisten, die Stresspatienten behandeln müssen, wollen wir dabei aber nicht vergessen. Was auch nicht noch jeder „Bauherr“ oder „Bauunternehmer“ verinnerlicht hat, ist dass zukünftig eine Prozesswelle auf die Arbeitgeber der „lauten Branche“ zurollen wird.
Die Generation „Laut“ wird sich von den Verursachern, ihre zukünftig sowieso schmale Rente aufbessern lassen wollen.
Ich habe nichts gegen Baumaßnahmen. Die müssen einfach sein, wenn sich jemand sein Häuschen herrichten will, aber ich habe was gegen Lärmterror, der nicht sein muss, weil es adäquate, intelligente und rücksichtsvolle Lösungen gibt.
Meine Frau ist Krankenschwester und arbeitet im Vierschichtdienst . Sie muss nach anstrengenden Diensten schlafen , um ihre Patienten optimal versorgen zu können. Die ist leider in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr gewährleistet und hauptsächlich durch die vielen rücksichtslosen Lärmer verursacht . Man kann nur hoffen, dass immer eine ausgeschlafene Krankenschwester auch für deren Notfall bereit steht.
Mir tun aber auch die Kinder derer leid, die dieses fatale Lärmsystem noch nicht begriffen haben, aber Familien gründen wollen.
Viel Spaß in der Zukunft
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11 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 03.05.2014 | 01:57  
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Gaby Floer aus Garbsen | 03.05.2014 | 07:13  
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Heike L. aus Springe | 03.05.2014 | 08:09  
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Heinrich Höge aus Landsberg am Lech | 03.05.2014 | 08:44  
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Silke M. aus Burgwedel | 03.05.2014 | 11:45  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 03.05.2014 | 11:55  
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Silke M. aus Burgwedel | 03.05.2014 | 12:13  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 03.05.2014 | 16:02  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 03.05.2014 | 23:08  
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Nicole D. aus Stemwede | 04.05.2014 | 20:15  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 07.05.2014 | 17:54  
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