Reservisten landen im Kloster

Fünf Etappen umfasste der 16. Welfen Marsch für das Jahr 2014 der im April bei
windigem und kalten Auftaktmarsch von Irsingen Wertach aufwärts bis
Frankenhofen und Flussabwärts zurück nach Irsinen begann.

Bei heißen sommerlichen Temperaturen war die Isar innerhalb der Stadtgrenze
von München die folgende Etappe und ein sehr gefragter Wanderweg.
Von der U-Bahn Station Studentenstadt, durch den Englischen Garten bis zum
Tierpark Hellabrunn mit dem Einkehrschwung beim „Alten Wirt“ in Thalkirchen.

Von Steinebach rund um den Wörthsee mit seinem neu ausgewiesenen Wanderweg wurde die Etappe Drei bei gutem Wetter begonnen. Nach der Hälfte des Weges mussten die Wanderer bei strömenden Regen bis zum Ziel, dem Campingplatz in Steinebach durchhalten.

Oberpfaffenhofen, St.Gilgen, Gilching, Oberpfaffenhofen eine kleine überschaubare weitere Wanderstrecke mit schönem Sommerwetter.
Es war der Trost für die verregnete Wörtsee- Wandertour.

Letzte Etappe des Welfen Marsch ging wieder die Isar entlang. Lenggries nach
Bad Tölz, der Herbst lässt bereits grüßen. Der Wanderweg entlang der Isar war
bei diesem warmen Spätsommerwetter bis zu unserem Ziel in Bad Tölz ideal.
Nach einen ausgiebigen Pause in einem Gasthof in Bad Tölz, konnte daher der
anschließende Regen ganz emotionslos hingenommen werden.

Ein Kulturhistorischer Aspekt, war zum Abschluss des 16. Welfen Marsch, der
Besuch des 1186 geweihten Klosters „Heiligen Maria“ in Irsee bei Kaufbeuren.
Die Geschichte der stationären Psychiatrie in Schwaben beginnt mit der
Eröffnung der Schwäbischen Kreisirrenanstalt im ehemaligen enediktinerkloster
Irsee am 01.09.1849
Die Zeit des WK II war auch für Irsee ein dunkles Kapitel. Von 1939 bis 1945 wurden durch den NS-Staat im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ über
2000 Patienten in Vernichtungsanstalten deportiert und umgebracht oder vor Ort
getötet. Die Irseer Abteilung für psychisch Kranke wurde 1972 aufgelöst.

Der Bezirk Schwaben beschloss 1974 die Restaurierung der Klosteranlage. 1984
wurde das Schwäbische Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee eröffnet.

Erst 1972 lebte mit der Idee „Vorwärts zum Ursprung“ das Leben im Klosterviertel wieder auf und man besann sich wieder auf das ursprüngliche Klosterbierbrauens.
Ein Besuch im Brauereimuseum des Klosterbräu mit Bierprobe und einem
köstlichen Essen war daher auch der verdiente Abschluss des Welfen Marsch.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.landsberger | Erschienen am 13.12.2014
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