Reservisten aus Landsberg auf dem Futa Pass in Italien

Im Raum der ehemalige „Gotenlinie“ wie sie von den Alliierten im WK II genannt wurde, in den Apenninen der italienischen Halbinsel war der Wirkungskreis der Landsberger Reservisten mit Hauptmann a.D. Hans Kupfer Obergefreiter d.R. Manfred Bader und Stabsfeldwebel d.R. Bruce Grillmayer, mit weiteren Kameraden aus dem Oberland.

Der Brigadegeneral der ungarischen Nationalgarde, Istvan Karoly von Banyay ließ es sich nicht nehmen, die deutschen Kameraden an diesem internationalen Pflegedienst für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu unterstützen.

Auf dem Deutschen Soldatenfriedhof auf dem Futa-Pass in 953 Meter Meereshöhe liegen 30 683 Gefallene und ist somit der größte Deutsche Soldatenfriedhof in Italien.
Als markantester Kampfraum dieser Stellung ist das Gebiet um den „Futa-Pass“ zu nennen. Nach Beendigung der Kämpfe um Monte Cassino und der Einnahme Roms durch die Alliierten näherten sich die Armeen dem Nordteil des Apennins.
Die Defensivstellung erstreckte sich über eine Länge von 320 km und wurde nach der Landung der Alliierten am 09.07.1943 aufgebaut.
Die Stellung reichte von La Spezia im Westen bis nach Rimini an der Adria Küste.

Am 09.04.1945 begann die Artillerie mit dem Angriff auf Bologna und am 21.04.1945 nach schweren Abwehrkämpfen, brach die Apennin -Verteidigung zusammen. Am 02.05.1945 wurden in Italien die Kampfhandlungen eingestellt.

Als die „Gotenstellung“, oder die „Grüne Linie“ wie sie durch den Oberbefehlshaber Süd der Deutschen Wehrmacht, Generalfeldmarschall Albert Kesselring genannt wurde, durchbrochen war, hatte sie ihren Zweck, den Vormarsch der Alliierten möglichst lange hinzuhalten erfüllt.

Es wird geschätzt, dass die Zahl der Opfer der Kämpfe ca. 75 000 Mann auf
Seite der Deutschen und ca. 65 000 Mann auf Seiten der Alliierten betrug.
Der weitaus größte Teil der in diesen Kämpfen Gefallenen ist auf dem Soldatenfriedhof Futa-Pass bestattet.

Unter dem Kommando von Oberst d.R. Gerd Beyer wurden die Reservisten für 12 Tage zum Pflegedienst des Deutschen Soldatenfriedhof auf dem Futa-Pass, für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingesetzt.
Neben den Routinemäßigen Pflegedienst, wurden auch diverse Ausbesserungsarbeiten durchgeführt. Teilweise waren die Wetterbedingungen Kalt, Nass und stürmisch bis hin zu einem heißen italienischen Sommertag.

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