Nachlese zur sommerlichen Reisezeit I
Im Land der Etrusker
ETRURIEN IM EINDRUCK
Nachfahr dieses irgendwie verschwiegene
n Volkes sein? Aber im Boden (unter den
Füßen) eine Ganzheit wissen. Vom Staun
en durchzogen (wie allerdings jeder Winkel
der Welt). Doch im Wesentlichen unbehell
igt sein von großen Punkten der uns mitge
teilten Geschichte.
Dort suchte man ja gerne sich zu finden.
Die Fragmente:Dome und andere Versuche
eines frühen Pius Stadtidee als Groteske in
Stein. Es duftet aus Gewölben mit Wein un
d anderen Köstlichkeiten. Und ein paar Hüg
el weiter der Pulcinella. Das ganze Treiben
unterm Mantel der Geschichte von Reflexio
n kaum angenagt.
Man riskierte (nüchtern) das eigene Dafürh
alten als Wirklichkeit zu setzen.
Auf den sanften Höhen hausen. Hoch hinaus
will ja das Leben allemal. Und von den Hänge
n fließt der Weizen (der ja nicht wissen kann
wer ihn drischt - und den Boden vergeudet). D
och unter der Erde ist die unerwartete Schön
heit des Todes: die Damen Herren und Kinde
r auf ihren Sarkophagen.
Allerdings wagt man dann doch nicht mehr an
ein Verweilen zu denken und macht sich mit d
en Anderen ins immer flüchtige Leben davon.
Hannes Kothe-Opperau

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