Dreifacher Wasserverbrauch im Rekordsommer 2015

Landsberg Mit gut 20.000,- Euro schlug der Wasserverbrauch im Rekordsommer 2015 beim Kleingartenverein Landsberg e.V. ein ordentliches Loch in die Kasse. Mit einem eindringlichen Appell erinnerte der scheidende 2. Vorsitzende Roland Ritter in der Jahreshauptversammlung an die hergebrachten Gepflogenheiten des Kleingärtners, mit Regenwasser zu gießen. Dazu gehö-re auch, dass Gartenlauben mit Dachrinnen bestückt werden, um Wasser aufzufangen. Ein Pi-lotprojekt, den Wasserverbrauch einzudämmen, wird 2017 in der Pössinger Anlage laufen. Die Montage von Wasserzählern soll die „Kleingartler“ für einen sparsamen Umgang mit Wasser sensibilisieren.

Karin Boolzen, die erste Vorsitzende des Vereins, legte ihren Rechenschaftsbericht vor. Der Kassenwart und die Vorstandschaft wurden von den Mitgliedern für eine ordentliche und spar-same Haushaltsführung entlastet. Allerdings sei die Kasse wegen der hohen Wasserkosten leer, war vom Kassenwart zu hören. Anstelle von Roland Ritter wurde Susanne Sedlmayr einstimmig zur 2. Vorsitzenden gewählt. 29 langjährigen Mitgliedern konnte Karin Boolzen eine Ehrenurkun-de und ein Geschenk für die beginnende Gartensaison überreichen. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Manfred Aicher geehrt und 50 Jahre hielt Herbert Ludwig dem Verein die Treue. Für Her-bert Ludwig gab es neben Grünpflanzen zusätzlich ein stattliches Vogelhaus.

Bundesweit erfreuen sich Kleingartenanlagen immer größerer Beliebtheit. Vor allem in Städten ist der Bedarf an derartigen Anlagen erheblich angestiegen. In München gibt es bereits einen Aufnahmestopp. Etwas besser sieht es in Landsberg aus. Der Landsberger Verein zählt 400 Mitglieder, davon stehen 36 auf der Warteliste. Immerhin konnten gut 30 Mitglieder 2015 einen Garten übernehmen. Bedauerlicherweise soll der Verein einen Garten am Altöttinger Weiher an die Stadt für eine geplante Notunterkunft abgeben. Nicht weniger, sondern weitere 20 bis 30 Kleingärten sind Device des Vereins, um die Warteliste dauerhaft zu reduzieren. Obwohl der Verein seit zwei Jahren auf ein Konzept der Stadtverwaltung zur Schaffung neuer Kleingärten wartet, spricht Karin Boolzen insgesamt von einem guten Verhältnis zur Stadt.

Die derzeitigen Verträge zwischen dem Verein und der Stadt Landsberg laufen noch bis 2034. Angestrebt wird von Seiten des Vereins ein Pachtvertrag ohne Begrenzung der Laufzeit. Neben dem ursprünglichen Zweck, dem Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten, erhöhen heu-te die Kleingärten die Lebensqualität in den Städten durch Lärmverringerung, Staubbindung und Durchgrünung des Stadtbildes. Für Landsberg sind dies fulminante „Grüne Lungen“ fast im Zentrum, die von Kleingärtnern besten gepflegt werden und für die Stadt kostenneutral zu Bu-che schlagen. Ein Highlight soll das 100jährige Bestehen des Vereins Im Jahr 2017 werden. Für dieses Ereignis wirbt Boolzen bereits heute um ehrenamtliche Helfer, die Aufgaben für die Or-ganisation übernehmen.
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