die Schattenseite des Kampfes um den Milchpreis
So berechtigt das Ringen der Bauern um einen die Produktionskosten übersteigenden Milchpreis auch ist, so bedauerlich ist es, dass dieser Kampf auch Schattenseiten hat. Aber nicht nur Milchindustrie und Vermarktung sind betroffen – die wälzen das aller Erfahrung nach auf den Verbraucher ab – entlassen Leute usw.
Schlimm ist es, dass vieler Orts auf die Bauern, die sich an dem Streik nicht beteiligen (manchmal: aus verschiedenen Gründen nicht beteiligen können!) der fieseste Druck ausgeübt wird. Schlimm ist es, dass Feindschaften entstehen, die sich über Jahre halten werden. Solidarität ist das eine, die freie Entscheidung aber das andere – und das höherwertigere Gut!
Recht hat der Ökobauer Albrecht aus Oderding, wenn er sich nicht anschließt. Er bewirtschaftet seinen Hof mit 80 Kühen nach den strengen Richtlinien von Demeter, erzeugt also weniger Masse, sonder sozusagen mehr Klasse. Er erhält von der Mokerei Scheitz, die für ihre Bio-Produkte bekannnt ist, 0,50 €. Er wäre ein Narr, würde er …


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