Das war der Dialektabend des Landsberger Autorenkreises
Bis auf den letzten Platz war der Nebenraum des Forums besetzt.
Zur Einführung war der Gesang: „Jetzt kommt dees schene Fruajohr …“ zu hören.
Dann folgte eine kurze Einleitung mit der Feststellung, dass Dialekte die Wurzel der Sprache sind.
Der Sprachwandel wurde dargestellt:
Da gab es die germanische Lautverschiebung (die Jakob Grimm erforschte):
Das Germanische (Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Dänisch, Englisch, Friesisch, Fränkisch,
Bairisch usw.) schied sich vom Indogermanischen (Germanisch, Griechisch, Keltisch,
Lateinisch, Albanisch, Indisch, Slavisch usw.).
Betroffen waren verschiedene Laute, z. B. p,t,k / b,d,g usw.
Zitate folgten aus den Merseburger Zaubersprüchen; aus Wulfilas Bibelübersetzung …
Der germanische Sprachwandel erstreckte sich bis zum Ende der Völkerwanderung (ca. 6. Jh.)
Dann waren einige Beispiele aus der hochdeutschen Lautverschiebung zu hören:
Von Süden nach Norden wandelte sich die Lautung im Oberdeutschen und (immer schwächer) im
Mitteldeutschen. Diese hochdeutsche Lautverschiebung kam an der sog. Benrater Linie zum Stehen.
Frühneuhochdeutsch: Luther … - das sog.Meißnische Deutsch setzte sich allmählich durch.
Dann folgten schöne Beispiele von Texten, vorgetragen von den Besuchern, aus den Dialekten von den Alpen bis zur Waterkant. Interessante Unterhaltungen und Diskussionen schlossen sich an.


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