Nachwuchsretter messen sich im Kauferinger Lechtalbad
Kaufering. Letztes Wochenende trafen sich 36 Wasserwachtjugendgruppen in Kaufering um sich an zwei Wettkampftagen in verschiedenen Fachgebieten zu messen.
Diese Gruppen haben sich zuvor im Regionalwettbewerb behaupten können und machten nun in der nächstenhöheren Stufe die Besten unter ihnen aus.
Die rund 300 Teilnehmer stellten im Rahmen des 29. Bezirkswettbewerbs, welcher als größter Rettungsschwimmwettbewerb Deutschlands gilt, ihre erlernten Fähigkeiten unter Beweis.
Dieser von der Wasserwacht Oberbayern organisierte Wettkampf gibt den Nachwuchsrettern die Möglichkeit zu zeigen, dass sie sowohl im Wasser als auch an Land als vollwertige Helfer ernst genommen werden können. Bereits im Februar wurde die Vorstufe, der Regionalwettbewerb im Kauferinger Lechtalbad ausgetragen. Hierbei hatte sich die Ortsgruppe Penzing für den Bezirkswettbewerb qualifiziert.
Nach der Ankunft am Freitagnachmittag und einer relativ kurzen Nacht wurde es am Samstag ernst für die Juniorretter. Im Schwimmwettbewerb können 6000 der 12000 möglichen Punkte erreicht werden, weshalb dieser auch der wichtigste Teilbereich des gesamten Wettbewerbs ist. Er besteht für jede Altersklasse aus sechs Disziplinen und soll die Jugendlichen einerseits an das Rettungsschwimmen hinführen, andererseits zugleich kooperative Zusammenarbeit und Teamgeist voraussetzen und fördern. Nur wenn diese Anforderungen erfüllt werden bestehen Chancen auf eine gute Platzierung. Die aufgeheizte Stimmung in der Halle und der große Ehrgeiz der Jungwasserwachtler sorgten dafür, dass die Teamarbeit in den einzelnen Gruppen diesem Konzept in jeder Hinsicht gerecht wurde. Während sich die Schwimmer um Bestzeiten bemühen, stehen ihre Trainer und Teamkameraden an der Stirnseite des Beckens und feuern sie lautstark an. Schiedsrichter und Zeitnehmer achten genau auf die richtige Handhabung von Rettungsboje, Rettungsring und anderen Hilfsmitteln. Fehler werden mit Strafsekunden sanktioniert, was die Anspannung unter den Kindern und Jugendlichen noch vergrößert. Geschwommen wird ausschließlich in Staffeln, aufgeteilt in drei Stufen, Stufe eins acht bis zehn Jahre, Stufe zwei elf bis 13 Jahre und Stufe drei 14 bis 16 Jahre. Außerdem müssen sich die Gruppen in Fachbereichen wie Naturschutz, Wasserwachtswissen und Erste Hilfe behaupten. Auch hier notieren sich die Schiedsrichter unter anderem, ob der Patient richtig versorgt und ausreichend beruhigt wird. Trotz harter Wettbewerbsbedingungen wird bei der Organisation und der Durchführung der Veranstaltung der Spaßfaktor immer so hoch wie möglich gehalten, damit die Jugendlichen weiter dazu motiviert werden, auf die interessanten und vielfältigen Ausbildungsbereiche der Wasserwacht hinzuarbeiten. Daher wurde für Samstagabend beispielsweise ein Theaterstück erarbeitet. Im Anschluss stieg eine kleine Party mit alkoholfreien Cocktails bevor die Schlaflager in der Turnhalle aufgesucht wurden. Am Sonntag wurden dann feierlich die Sieger bekannt gegeben. Stufe eins: erster Platz Altötting, zweiter Platz Dachau. Stufe zwei: Landsberg auf Platz eins, Altötting auf dem zweiten Platz. Stufe drei: erster Platz Rosenheim und auf Platz zwei Dachau. Diese Gruppen werden Mitte Juli beim bayerischen Landeswettbewerb im Landkreis Lindau den Wasserwachtsbezirk vertreten.
Sportliche Bilder vom Wettbewerb gibt es unter www.wasserwacht-schondorf.de.vu



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