Kinderferienprogramm 07 - Ein Tag im Gelände mit dem THW

THW Landsberg Ferienprogramm 07

Über 60 interessierte Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahre konnten die beiden Jugendleiter Markus Feldbauer und Benjamin Weichsberger beim Technischen Hilfswerk (THW) am vergangenen Samstag begrüßen. Im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Landsberg waren die jungen Gäste für einen Tag eingeladen, beim THW nicht nur hinter die Kulissen zu schauen, sondern auch selbst aktiv mitzumachen. Damit beim "Tag im Gelände" auch wirklich nichts schiefgeht, hatte sich die gastgebende THW-Jugendgruppe bereits im Vorfeld intensiv vorbereitet.

Nach einer kurzen Begrüßung mit anschließender Sicherheitsunterweisung folgte eine Führung durch die Unterkunft. Attraktion hierbei waren die rund 60 gelben Kunststoff-Enten, die in den THW-Räumen gut versteckt waren und nur darauf warteten, beim Entenrennen auf dem Lech zum Einsatz zu kommen. Doch alles der Reihe nach.

Zunächst sorgten einige laute Explosionen und eine Menge Rauch aus Richtung Fahrzeughalle für Aufregung. Was war passiert? Es handelte sich dabei nur um etwas "Begleitmusik" für die Bergungsvorführungen der THW-Jugendgruppe. "Explosion mit zwei verschütteten Personen", so lautete die fachmännische Diagnose einiger versierter Gäste, die dann auch gleich die wesentlichen Informationen per Funk an das THW durchgaben. Mit Blaulicht und Sirene fuhren die jungen Nachwuchs-Einsatzkräfte vor. Die besten Plätze im LKW waren für vier augewählte Mädchen und Buben reserviert, die bei dieser Übung der THW-Jugend assistierten. Mit Atemschutz und mit viel Technik gelang es den Junghelfern, zu den Vermissten in der präparierten Schmiergrube vorzudringen. Angesichts der sommerlichen Temperaturen und der warmen THW-Schutzkleidung eine Arbeit, die auch mit einer gehörigen Portion Transpiration verbunden war. Dank des großen Beifalls der Gäste war die Anstrengung jedoch rasch vergessen - noch schnell ein kurzes Erinnerungsfoto für das LT und schon setzte sich der LKW-Konvoi in Richtung Lechbrücke bei Mundraching/Lechmühlen in Bewegung.

Per Kanu aus erfolgte dort die "Aussetzung" der Enten in den Lech. Lautstark wurden diese vom sicheren Ufer aus angefeuert. Die stolzen Besitzer, deren Enten
die Strömung am besten nutzen konnten, wurden im Rahmen einer kleinen Siegerehrung ausgezeichnet.

Dannach wurde es wieder spannend, denn die Abseilaktion von der Brücke sorgte bei allen Beteilgten für Nervenkitzel. Nahezu jeder wollte im sicheren Rettungsgurt dabei sein. Dies war auch der Grund, dass sich die Weiterfahrt und damit das Mittagessen auf dem THW-Wasserübungsplatz in Wartaweil am Ammersee deutlich verzögerte. Doch dann hatte natürlich erst recht jeder Appetit und großen Durst - jedenfalls sprach der Koch von einsatznahen Bedingungen.

Gut gestärkt blieb nicht viel Zeit zum Erholen. Die Kanus, Schlauch- und Motorboote waren schnell im Wasser und der Andrang groß. Ausgiebige Bootsfahrten
sowie weitere THW-Vorführungen rundeten den Aktionstag ab. Keiner musste sich langweilen und so mahnte Jugendleiter Feldbauer aus Sicht der Kinder auch
viel zu früh zum Aufbruch.

Wohlbehalten in der Unterkunft angekommen, wurden die Jugendleiter nochmals wegen der Aufnahmebedingungen und weiteren Infomaterials umlagert. Die Breite der Jugendarbeit beim THW in Landsberg – die umfangreiche Ausbildung im Katastrophenschutz, attraktive Freizeitmaßnahmen sowie Kanuexkursionen und Wanderungen – ist ein Garant dafür, dass sich die Jugendlichen wohl fühlen und sich gleichzeitig gerne für das Gemeinwohl engagieren.

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Ursula Schriemer aus Greifenberg am 06.08.2007 um 23:03 Uhr  
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